Kommt Haribo?

Minister Hering: Grafschaft ist gut im Rennen

RHEINLAND-PFALZ. Der Süßwarenhersteller Haribo will seinen traditionellen Stammsitz in Bonn verlassen - offen ist nur, ob es die "Goldbären" ins benachbarte Rheinbach oder nach Grafschaft-Gelsdorf (Kreis Ahrweiler) zieht. Die Entscheidung soll noch 2007 fallen. Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) sieht Rheinland-Pfalz gut im Rennen, wie er unserer Zeitung sagt. Er geht davon aus, dass auch Haribo die Grafschaft favorisiert.
  Denn der Industriepark "Grafschaft" wird über zwei Anschlussstellen an die Autobahnen A 61 und die A 573 angeschlossen. Baubeginn ist im Sommer, so Hering. Die Kosten beziffert er auf 2,2 Millionen Euro. Das Land ist auch bereit, Haribo das Gelände noch zusätzlich schmackhaft zu machen. Hering denkt dabei auch an ein gutes ÖPNV­System für die Mitarbeiter. Denn die Ansiedlung wäre für Rheinland-Pfalz ein Top-Gewinn.
  Für Haribo mit etwa 1350 Beschäftigten ist das Gelände im Bonner Stadtgebiet zu eng geworden. Langfristig will das Unternehmen nicht nur die Produktion verlagern. Bonn ist nach langem Poker endgültig aus dem Rennen, weil geeignete Grundstücke auf der grünen Wiese fehlen. Der Vater der "Goldbären", Hans Riegel, hatte Bonn sogar in den Firmennamen aufgenommen, den er aus den Anfangsbuchstaben seines Namens und Bonn bildete. (us)

Quelle: Rheinzeitung vom 01.02.2007


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