Ringener Pfadfinder aus Schweizer Sommerlager zurück

DPSG-Stamm Galileo Galilei verbrachte aufregende Tage im Berner Oberland - Exkursionen in die Bergwelt - Internationaler Abend mit anderen Gruppen

RINGEN. Schwer bepackt trafen sich zu Beginn der Sommerferien die Pfadfinder vom Ringener DPSG-Stamm Galileo Galilei, um per Bahn eine weite und aufregende Reise in die Schweiz anzutreten. Der Ort Kandersteg begrüßte die erwartungsvolle Truppe mit Regen, doch ein Vorteam hatte zum Glück schon gute Arbeit geleistet, viele Zelte aufgebaut und vor allem ein stärkendes Abendessen vorbereitet. Schnell waren die restlichen Schlafzelte aufgebaut, und so konnte das "normale" Lagerleben beginnen.
  In den ersten drei Tagen war aber leider nichts normal. Der Regen wollte nicht aufhören, was auf die Gemüter drückte und die Aktivitäten erschwerte. Einige Zelte entwickelten sich zu "Tropfsteinhöhlen" und mussten fluchtartig verlassen werden. Zum Glück konnten die Betroffenen in einem leerstehenden Großzelt in der unmittelbaren Nachbarschaft unterkommen.


In Kandersteg im Berner Oberland verbrachten die Pfadfinder aus Ringen spannende Tage.
  Doch dann kam der vierte Tag. Der Himmel riss auf, und plötzlich war die herrliche Landschaft ringsum zu sehen. Zum Greifen nah schien die malerische Kulisse der gewaltigen Bergriesen des Berner Oberlandes. Nun unternahmen die Gruppen die unterschiedlichsten Exkursionen in die Umgebung, die so viel bot. Man erkundete Bergbahnen, Bergseen, Wasserfälle, Hütten, Schwimmbäder, Schnee und sogar Gletscher. Auch eine Lager-Olympiade machte riesigen Spaß.
  Eine Gruppe älterer Pfadfinder unternahm eine Bergtour hinauf auf fast 2600 Meter mit Übernachtung in einer Berghütte, Baden in einem Bergsee und Klettern auf dem ewigen Eis. Dafür können die Teilnehmer dieser Aktion sich jetzt mit dem Abzeichen "High Adventure" schmücken.
  Die Jugendlichen aus der Grafschaft lernten andere Gruppen auf dem Platz kennen und verbrachten gemeinsam gemütliche Stunden am Lagerfeuer. Der unbestrittene Höhepunkt war ein "internationales Lagerfeuer" in einem großen, theaterähnlichen Rund. Etliche der anwesenden Gruppen aus vielen Ländern der Erde trugen mit heiteren Beiträgen zum Gelingen eines abwechslungsreichen Abends bei.
  Nachdem das fantastische Wetter die letzten sieben Tage angehalten hatte, waren am Ende alle zufrieden und dankbar für die herrliche Zeit in einer beeindruckenden Umgebung.
  Am Remagener Bahnhof begrüßten die Eltern schließlich die munteren Heimkehrer überschwänglich. Nur mit Mühe konnten deren übersprudelnde Erzählungen unterbrochen werden, um das Sommerlager mit dem mittlerweile traditionellen Kreis und dem Lied "Nehmt Abschied, Brüder ..." beenden zu können.
  Viel zu schnell, so fanden alle, war das tolle Lager in der Schweiz zu Ende gegangen. Doch in zwei Jahren, das ist sicher, werden die Ringener Pfadfinder erneut zu einer großen Tour aufbrechen ­ wohin, das steht noch in den Sternen. (sm)

Quelle: Rheinzeitung vom 02.08.2007


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