Düster-grusliges Treiben im Wald

Rund um die Bölinger Hütte feierten kleine Gespenster und Vampire am letzten Oktober-Tag das Halloween-Fest

Am letzten Tag des Oktobers verwandelte sich am späten Nachmittag der Himmel über dem Bölinger Wald in eine blau-goldene Märchenkulisse. Kleine Hexen radelten hurtig auf dem Fahrrad in Richtung Bölinger Hütte, junge Zauberer in lila Umhängen wanderten zu Fuß herbei und Mini-Geister ließen sich ganz komfortabel von ihren Eltern per Auto herbeikutschieren.
  GRAFSCHAFT. Als das Tageslicht langsam schwand, leuchteten auf der Lichtung die roten Lichter des alten "Geisterfriedhofes" auf und zauberten zuckende Schatten über den Weg. Brennende Baumstämme schickten knisterndes Funkengestöber über windschiefe Kreuze, in den Baumwipfeln rauschten die Blätter und Vogelschreie schreckten die Waldbewohner auf.
  Der Junggesellinnen-Verein "Bezaubernde Hexen Bölingen" mit Oberhexe Jasmin Ernst hatte zur schaurigen Halloweenparty geladen. Gut aufgelegt hießen die Hexen die herbeihuschenden Gestalten willkommen. Der erste Blick der Ankommenden auf die Hütte versetzte diesen gleich den ersten Schreck: Eine riesige schwarze Spinne hockte dumpf brütend genau über dem Eingang. Nachdem sich die jüngsten Gäste ein wenig beruhigt hatten, gingen sie guten Mutes zur spannenden Nachtwanderung. Die Nachwuchshexen und -unholde suchten im finsteren Tann nach Hänsel und Gretel, wobei ihnen unheimliche schwarze Männer Tipps gaben.


Gruseln in der Grafschaft: Toll war das Halloween-Fest im Bölinger Wald. Foto: Gausmann
Die Älteren erlebten aufregende Abenteuer mit dem "Wächter der Schatten". Mit Stöcken und Ästen bestritten sie wilde Kämpfe, um die Menschheit zu retten. Grausige Geräusche aus knackenden Gebüschen ließ den tapferen Kämpen dabei das Blut in den Adern gefrieren und nächtliche Erscheinungen der unwirklichen Art jagten bei so manchem den Puls in ungeahnte Höhen. Alle überlebten das Abenteuer bei bester Gesundheit und fanden den Weg zurück zur Hütte. Mit leckerer Erbsensuppe wärmte die Schar sich wieder auf und freute sich auf die Kostümprämierung. Schließlich warteten kleine Belohnungen auf alle, und für die besten Verkleidungen gab es tolle Video-Filme, Bücher und andere schöne Preise. Die Eltern stärkten sich derweil mit grünem Wackel-Wodka oder Geister-Glühwein und hatten sichtlich Spaß am zauberhaften Treiben.
  Am späteren Abend schlichen dann noch mehr merkwürdige Gestalten in Richtung Bölinger Wald. Schwarze Umhänge wehten im kühlen Herbstwind, glitzernde Hexenmasken leuchteten auf im Schein flackernder Flammen: Jugendliche Nachfahren von Frankenstein, Dracula & Co feierten mit den Bezaubernden Hexen ausgiebig Halloween und genossen in der Geisterhütte Fledermäuse, Geistertanz und Spinnwebenwald. (sm)

Schauriges Vergnügen im Wald
Schaurig-schön ging es an Halloween im Bölinger Wald auf der Grafschaft zu. Kleine Hexen, Zauberer und Vampire versammelten sich rund um dieHütte, um gemeinsam zu feiern. Dabei standen dem ein oder anderen auch die Haare zu Berge, als gruselige Geräusche aus dem finsteren Forst herüberdrangen. Wirklich Angst musste jedoch keiner haben ­ denn alles war nur ein schönes Spiel mit Verkleidungen.

Quelle: Rheinzeitung vom 02.11.2005


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