Nachträglicher Geldsegen für die Grundschule Ringen

Land und Kreis überwiesen gut 370 000 Euro für den Ausbau im Jahr 2000

RINGEN. Mit der Entscheidung, die Grundschule Ringen im Jahr 2000 auch ohne Zuschuss-Zusage auf volle Dreizügigkeit auszubauen, ging die Gemeinde Grafschaft ein finanzielles Wagnis ein. Jetzt zahlt sich die Entschlussfreude aus, denn Land und Kreis steuern nachträglich mehr als 370 000 Euro bei. Die Baukosten hatten 690 000 Euro betragen.
  1999 hatte die Gemeinde noch mit der Bezirksregierung Koblenz über die Erweiterung auf volle Dreizügigkeit verhandelt. Doch die damaligen Schülerzahlen und die Prognosen ließen zu diesem Zeitpunkt keinen Dauerbedarf für eine Dreizügigkeit erkennen. Unabhängig davon erteilte die ADD kurze Zeit später die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn.
  Im Herbst 2004 ergriff die Gemeindeverwaltung nochmals die Initiative. Der ADD konnte nachgewiesen werden, dass über den Planungszeitraum zumindest elf der zwölf Klassen ständig belegt waren, wenn auch die Prognose von sinkenden Schülerzahlen und einem Rückgang auf bis zu acht Klassen ausgeht. Das Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend in Mainz entschied dennoch positiv über den Zuschussantrag und bewilligte insgesamt 320 000 Euro. 150000 Euro werden in diesem Jahr ausgezahlt, 170 000 Euro werden 2007 überwiesen. Anfang Februar hat nun auch der Kreis Ahrweiler seinen Zuschuss bewilligt 53 683 Euro werden noch in diesem Jahr ausgezahlt.
  "Unser langer Atem hat sich gelohnt und führt zu einer spürbaren Haushaltsverbesserung" , so der büroleitende Beamte Egon Mohr. Der Dank für die jetzige Bewilligung gilt Land und Kreis. Hier zeigt sich jedoch auch die unerfreuliche Situation der Kommunen, die Investitionen mittlerweile über viele Jahre vorfinanzieren müssen, welches zu erheblichen Belastungen der gemeindlichen Haushalte führt. Dass dann der Kreis Ahrweiler seinen Zuschuss entsprechend dem Baufortschritt für die seit Jahren fertiggestellte Schule zahlen will, wird dabei bei der Gemeinde mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen.

Quelle: Rheinzeitung vom 03.03.2006


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