Umleitung auf dem Prüfstand

Viele Fragen zum Rückbau der Strecke in Bölingen

Das Ende der schon lange andauernden Bauarbeiten
an der Ortsdurchfahrt von Bölingen ist absehbar.

RINGEN. Die Umleitungsstrecke Bölingen hin zur Landesstraße 83 soll zurückgebaut werden. Dafür sprach sich zumindest die Mehrzahl der Bürger aus, die jüngst das Thema und die Sitzung des Ortsbeirates Ringen gespannt mitverfolgt hatten. Der Ortsbeirat um Ortsvorsteher Toni Palm hatte zuvor den Antrag an den Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz, die Befestigung der Umleitungsstrecke nicht zurückzubauen, einstimmig von der Tagesordnung genommen.
  "Da besteht noch viel Klärungsbedarf", stellte Palmfest und vertagte den Punkt auf die nächste Ortsbeiratssitzung, die flugs auf Freitag, 28. Mai, 18 Uhr, terminiert wurde. In der Zwischenzeit soll die Gemeinde gebeten werden, eine Reihe von Fragen zu klären. Da geht es im Detail um die Kosten für den Rückbau, um möglicherweise anfallende Kosten für die Unterhaltung der Umleitungsstrecke und um eine Landesbeteiligung an den Ausbesserungsarbeiten.
  Geprüft werden soll bis zur nächsten öffentlichen Sitzung aber auch, welche Ausbesserungen vorzunehmen wären, "damit die Umleitungsstrecke in der aktuellen Ausbauvariante belassen werden könnte" und welche Kosten eventuell auf die Bürger entfallen, so Ortsvorsteher Palm. In Eigenleistung wurde vor rund zehn Jahren eine Buswartehalle am Fußweg zum Wiesenweg errichtet. "Nach dem Ausbau der Ortsdurchfahrt Bölingen fügt sich diese optisch nicht mehr in das Straßenbild. Außerdem haben die Eigentümer der Nachbargrundstücke bemängelt, dass die Haltestelle damals auf deren Grundstücken befestigt wurde" , ließ Palm wissen.
  Grund genug für den Beirat, die Verwaltung zu bitten, Landeszuschüsse für eine neue Buswartehalle zu beantragen. Geprüft werden solle jedoch im Vorfeld, ob eine "neue Wartehalle, die seitlich teilweise einen Windschutz aufweisen soll, auf dem 1,5 Meter breiten Bürgersteig aufgestellt werden kann".
  In punkto Parkflächen an der neuen Ortsdurchfahrt herrschte im Ortsbeirat ebenfalls Einstimmigkeit. Geht es nach dem Willen der Kommunalpolitiker, so sollen unter, anderem vor der Bäckerei Drodten und dem Biohof Krämer Kurzparkflächen ausgewiesen und in der Zeit von 6 bis 18 Uhr auf 20 Minuten Parkzeit begrenzt werden. Durch die Gemeinde geklärt werden soll zudem, "wie es sich bei den bereits vorhandenen Parkflächen mit einer zeitlichen Begrenzung verhält", unterstrich OrtsvorsteherPalm. (hb)

Quelle: Rheinzeitung vom 03.05.2010


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