Ringen errang jecke Krone

Bei Eiseskälte ist der Umzug durch den Ort der herzerwärmende Höhepunkt der Session

Sich warm tanzen oder als Eskimo verkleiden -
höchst gegensätzlich waren die Strategien, der Kälte zu trotzen.

RINGEN. Die KG Ringener Wendböggele hat mit ihrem Dreigestirn in dieser Session einen richtigen Glücksgriff getan. Prinz Dieter I. (Koos), Jungfrau Berti I. (Ahrend) und Bauer Jürgen I. (Knieps) setzten am Sonntag der Ringener Karnevalszeit mit einem tollen närrischen Umzug die jecke Krone auf.
  Die Tollitäten jubelten auf ihrer närrischen Burg als "Die Ritter des Fastelovends". Sie ließen Kamelle, Äpfel und andere schöne Sachen auf die kunterbunt kostümierten Untertanen prasseln, tüchtig unterstützt von Adjutant Georg Laux und Ehrenadjutant Willi Hoffzimmer. Auf der blütenübersäten Villa Kunterbunt jubelte auch der Vorstand der KG mit dem Vorsitzenden Albert Zabbei. Natürlich sorgten die flotten rot-weißen Funken und die Ringener Tanzgarde in den Gassen mit viel Temperament für Lust am Mittanzen. Und die Musikkapellen ließen sich nicht lumpen und spielten dazu vehement auf.
  Die Möhnen aus der Umgebung bewiesen mit malerischen Motivgruppen viel Fantasie. Sie begeisterten als kecke Eskimos samt Huskys und Eisbären, als flotte Holländerinnen, Familie Feuerstein oder muntere Sonnenkinder.


Holland ist näher als man glaubt - zumindest beim Umzug in Ringen. Fotos: Vollrath
Aus Birresdorf meldete sich die Trägergemeinschaft Dorfgemeinschaftshaus als unübersehbare Cowboymeute auf der Dorfgemeinschafts­Ranch und verkündete: "Auf unserer Ranch, da sind wir König". Die Dorfgemeinschaft Leimersdorf gondelte mit ihrem gruseligen Geisterschiff durch die toll geschmückten Ringener Straßen, während die Junggesellen von Ringen/Beller auf ihrem Anhänger eine flotte Wirtschaft betrieben. Die Bölinger Junggesellen stellten sich mutig als "Wilde Tiere" zur Schau. "Haribo macht Rheinbach froh, äver ,Timmis Eck' mät jede jeck" verkündete dagegen der Junggesellenverein Oeverich.
  Viel Musik gab es auf dem Anhänger des Männerballetts "Ringener Perlen". Das GEC ließ wissen: "Totgesagte leben länger." Ein Ringener Freundeskreis erstrahlte bei blendendem Sonnenschein als funkelnde Sternenformation unter dem Motto "Ringen sucht den Sternenstar". Bei eisigem Wind tanzte der Zug mit noch vielen weiteren munteren Gruppen durch die Gassen, und als am Ende alle so richtig schön durchgefroren waren, winkte zum Glück ja noch die heiße After-Zoch-Party. (sm)

 


Hauptsache bunt - so kann nichts die Stimmung trüben.

 


Das Dreigestirn der Karnevalsgesellschaft Ringener Wendböggele
bringt ordentlich Kamelle unters närrische Volk.

Quelle: Rheinzeitung vom 04.02.2008


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