Ein neues Baugebiet für Ringen

Kreuzerfeld II: Sechs Hektar groß und mit Lärmschutz ausgestattet

GRAFSCHAFT. Ringen wird in den nächsten Jahren weiter kräftig wachsen. Dafür soll das Neubaugebiet Kreuzerfeld II sorgen, dessen Planungen jetzt vorliegen. Im Ringener Rathaus präsentierte die Firma Karst Ingenieure dem Ortsbeirat und interessierten Bürgern das Konzept nördlich des Ringener Bachs zwischen Bölingen und Ringen.
  Ausgehend von der Landesstraße 83 soll sich den Planungen zufolge das Neubaugebiet in südlicher Richtung in einem Bereich von rund sechs Hektar erstrecken. Die einzelnen Parzellen des Neubaugebietes, in dem auch ein Sektor mit einer Ausdehnung von gut 5500 Quadratmetern für eine Senioreneinrichtung skizziert ist, sind mit einer Größe von durchschnittlich 480 Quadratmetern bemessen.
Platz an der Sonne
"Das Neubaugebiet ist sehr attraktiv und modem ausgelegt. Die Dachflächen der Häuser können im Planunsgebiet auch zur Sonne ausgerichtet werden. Eine absorbierende Schallschutzwand soll das Kreuzerfeld II von Lärmemissionen schützen." So vermittelte Planer Herbert Karst dem Gremium und vielen Bürgern erste Eindrücke über Geländeschnitt, Geruchs- und Lärmimmissionslinien am Rande des Plangebietes sowie aufgelockerte Bauweisen und unterschiedliche Haustypen, die bald gegenüber dem Kreuzerfeld I errichtet werden könnten.
  Die Planungen, die den Ortsbeirat um Ortsvorsteher Toni Palm mehrheitlich passierten, sehen vor, dass auf dem Areal 65 Parzellen ausgewiesen werden könnten. Auflockernd ins Wohngebiet integriert werden sollen ansprechende, gut eineinhalb Hektar große Grünflächen. Der Konzeption zufolge soll dem Gelände ein "beidseitig begrünter, hocheffizienter Lärmschutz vorgelagert werden", betonte Karst. Im Planentwurf positioniert ist der drei Meter hohe Damm entlang der Landesstraße 83, die in Ringen, gegenüber der Einfahrt zum Kreuzerfeld I, in einen Kreisverkehr eingebunden werden soll.
Kein Kinderspielplatz
  Um das abfließende Regenwasser auffangen zu können, sieht der Bauplan zudem vor, im südlichen Teil des Gebiets zwei Regenrückhaltebecken anzulegen. Verzichtet werden soll nach dem Willen des Ortsbeirats jedoch auf den Bau eines Kinderspielplatzes im Kreuzerfeld II.
  Ebenfalls einstimmig setzte das Gremium in Sachen Umleitungsstrecke Bölingen zu einem symbolischen "Baggerbiss" an und plädierte dafür, den Wirtschaftsweg von der Halle Krupp in Richtung L 83 teilweise zurückzubauen. "Die Gelder für den Rückbau müssen nicht neu aufgebracht werden, sondern wurden bereits damals bei der Einrichtung der Umleitung Bölingen in die Gesamtplanungen mit eingerechnet" , erklärte Ortsvorsteher Palm den von vielen Bürgern vehement geforderten Rückbau der Strecke. (hb)

QUuelle: Rheinzeitung vom 04.06.2010


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