Viele Lebensmittel gespendet

Autohaus aus Ringen sammelte für die Ahrweiler Tafel - 180 Bedürftige

GRAFSCHAFT. Das Grafschafter Autohaus Glath spendete der Ahrweiler Tafel zum Jahresbeginn Lebensmittel im Wert von rund 1000 Euro. Bereits vor mehr als 20 Jahren wurde in dem Ringener Opel-Autohaus die Idee geboren, gemeinnützige Organisationen wie die Caritas, Hospize oder die Kindertagesstätte St. Hildegard in Bachem zu unterstützen. Die Wahl fiel dieses Mal auf die Ahrweiler Tafel, die mittlerweile rund 180 Bedürftige im Kreis mit Lebensmitteln versorgt.
  Die Armut in der Region nimmt kontinuierlich zu - davon sind auch Marita und Herbert Glath überzeugt: "Viele Menschen im Kreis können sich einen Einkauf im normalen Supermarkt nicht mehr leisten. Die Schere klafft immer mehr auseinander, Bedürftige sind auf Spenden und Lebensmittel angewiesen."


Karl-Heinz Heinzkill von der Ahrweiler Tafel und Marita Glath packten Lebensmittel.
Und so stapelten die beiden Dutzende schwerer Kisten voller Obst, Gemüse, Konserven, Milchtüten, Kaffee, Salz und Knödel in einem Transporter, um diese zum Ahrweiler Bahnhof zu fahren. Immer donnerstags gibt es dort von 10 bis 13 Uhr im "Haus der Caritas" eine Entlastung für das schmale Familienbudget von Arbeitslosen, Alleinerziehende oder auch Senioren, die nicht genug Rente bekommen. Die Warenpakete, die Kellergewölbe des ehemaligen Bahnhofs durch die 20 ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel ausgegeben werden, gibt es jedoch nicht zum Nulltarif."
  Es ist für viele Menschen schwer genug, zu uns zu kommen. Wir wollen denen nicht noch das Gefühl geben, nur Bittsteller zu sein. Für jedes Lebensmittelpaket verlangen wir einen symbolischen Betrag von einem Euro", erklärte Karl-Heinz Heinzkill, der Woche für Woche Supermärkte und Händler abklappert und um Spenden für die Ahrweiler Tafel bittet. (hb)

Quelle: Rheinzeitung vom 05.01.2008


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