Stadion wird ein Spielplatz

Rund 10000 Euro kostet Umbau der alten Sportstätte in Ringen
5000 Quadratmeter zum Toben
Der neue Bolzplatz Im alten Pappelstadion ist erst der erste Schritt
In Rlchtung Splel-, Sport- und Jugendanlage.

RINGEN. Seit vielen Jahren mussten die Kinder und Jugendlichen aus Ringen, Bölingen und Beller auf ihren großen Bolzplatz verzichten. Die Zwangspause für die jungen Fußballfans hat nun ein Ende. Mehr als 5000 Quadratmeter zum Austoben mit dem Ball finden die Jugendlichen seit gestern wieder auf dem neuen Bolzplatz im alten Pappelstadion.
  Während das einst verwilderte Gelände am Ortsrand von Ringen zuvor kaum genutzt werden konnte, auch durch die Bruchgefahr der mittlerweile gefällten 300 maroden Pappeln, gibt es jetzt ein neues Kleinspielfeld mit zwei fest verankerten Toren. In der Nachbarschaft zur Ringener Tennisanlage wurde ein 45 mal 30 Meter großes Rechteck mit zwei verankerten Toren hergerichtet, das Kinder bereits mit Begeisterung in Besitz genommen haben.


Ortsvorsteher Tonl Palm musste seine Arme ganz schön strecken, um als erster Torhüter zwischen den Pfosten den Ball und die Probeschüsse seines Enkels Toblas Fuchs In den Griff zu bekommen. Foto: Vollrath
 So musste der Ringener Ortsvorsteher Toni Palm gestern seine Arme schon ganz schön strecken, um als erster Torhüter zwischen den Pfosten den Ball und die Probeschüsse seines Enkels Tobias Fuchs in den Griff zu bekommen. Das Urteil des Fachmanns in Sachen Fußball fiel dann auch gleich positiv aus: "Auf so einem Kleinfeld lässt sich prima kicken", meinte das Nachwuchstalent.
  Da der Bauhof der Gemeinde die notwendigen Arbeiten, das Markieren des neuen Fußballfeldes, das Mähen und die Montage der beiden Kleinfeld-Fußballtore übernommen hatte, hielten sich die Baukosten mit rund 10 000 Euro in Grenzen. "Der Bolzplatz ist nur ein erster Schritt in Richtung Spiel-, Sport- und Jugendanlage im alten Ringener Pappelstadion", erklärte Friedhelm Moog, Leiter der Bauabteilung der Gemeinde Grafschaft.
  So ist mittelfristig geplant, auf dem Gelände neben dem Bolzplatz auch eine Badminton-Spielfläche zu errichten. Den Plänen zufolge soll neben den beiden Spielflächen für den Sportunterricht an der Ringener Grundschule auch eine Weitsprung- und eine separate, 20 Meter lange W eitwurf-Anlage errichtet werden. Rund um den Rasenplatz ist zudem eine etwa 260 Meter lange und gut 3,60 Meter breite Laufbahn vorgesehen. "Wir gehen davon aus, dass wir diese Arbeiten so weit wie möglich aus 'Bordmitteln' über den Bauhof ausführen lassen können", sagte Moog.
  In den nächsten Jahren plant die Gemeinde, den Bereich hinter dem Bürgerhaus für Kinder, Jugendliche und Erwachsene weiter auszubauen. Neben einem natürlichen Irrgarten aus 60 Zentimeter hohen Buchenstämmchen, den Jugendliche auf dem Gelände hinter dem Ringener Bürgerhaus auf rund 700 Quadratmetern bereits angepflanzt haben, soll später auf dem angrenzenden Grundstück ein Basketballplatz aufgebaut werden. Doch damit nicht genug. Vor dem Pappelstadion soll ein großzügig angelegter Grillplatz die Spiel-, Sport­und Jugendanlage komplettieren. (hb)

Quelle: Rheinzeitung vom 06.09.2007


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