Graf Dracula aus dem Kreishaus ließ Narren tanzen

Gelungener Karnevalsempfang des Landrats in Ringen
Prinzenpaare und Delegation von Rhein, Ahr und Eifel waren gekommen

RINGEN. Als edler Fürst der Vampire empfing Landrat Jürgen Pföhler in der Ringener Turnhalle die närrischen Tollitäten des Kreises und machte als bestens aufgelegter "Blutsauger" eine gute Figur. In feines Tuch gekleidet, ganz in Schwarz und Silber, mit Rüschen, Litzen und Samt aufgeputzt schüttelte er wahren Heerscharen von Prinzen, Prinzessinnen und Bauern die Hände. Es wippten die Prinzenfedern, die Prinzessinnen trumpften in traumhaften Roben auf, und die Dreigestirns­Bauern wussten mit zünftigen Auftritten zu überzeugen. Mit von der bemerkenswerten Partie waren natürlich auch Fahnenträger, Narren mit Schellen an bunten Kappen, urige Mundschenke und jede Menge Ex-Tollitäten und andere jecke Würdenträger.
  Den musikalischen Part übernahm die Band "Beinah Kölsch" und fand mit ihrem flotten Sound Gnade vor den geröteten Augen des Meisters aller Vampire.


Der "Fürst der Dunkelheit" fühlte sich wohl inmitten der versammelten Prinzenpaare und Dreigestirne aus dem Kreis. Fotos: Vollrath
Graf Dracula aus dem alten transsilvanischen Geschlecht derer von Pföhler wurde in Ringen entgegen sonstiger transsilvanischer Gepflogenheiten nicht auf der Stelle gepföhlt, pardon gepfählt... Im Gegenteil, die närrischen Honoratioren aus dem Kreis Ahrweiler machten mit Vergnügen die Honneurs und gestalteten das Defilee nach der Begrüßungsrede Graf Draculas als bunt glitzernde Karnevalsparade der beeindruckenden Art.
  Als Gastgeschenk hielt der ehrenwerte Untote aus dem Kreishaus, der die appetitlichen Hälse seiner Gäste ausnahmsweise verschonte, keineswegs erfrischende Blutproben bereit, sondern erfreute die gastgebende KG Ringener Wendböggele mit zwei Riesenblechen voll sahniger Windbeutel, die im Verlauf des Empfangs mit Genuss verspeist wurden.
  Für jede närrische Delegation hatte der Herr über die Kinder der Nacht einen munteren Spruch auf den blassen Lippen. So lobte er die Narrenschar aus Kripp ob der hohen Schuhe wegen etwaigen Hochwassers oder schwelgte beim Anblick des prächtig ausstaffierten schwarz-rot­goldenen Prinzenpaars aus Brohl in der Hoffnung, demnächst im Brohltal in Sachen Kreisumlage noch etwas mehr "Blut" saugen zu können. Der Bezirksvorsitzende des RKK, Willi Fuhrmann, ehrte die KG Wendböggele mit einer Urkunde zum Jubiläum von 2 x 11 Jahren, und sowohl der blutliebende Graf als auch der KG-Vorsitzende Albert Zabbei freuten sich über den RKK-Jahresorden.

RKK-Repräsentant Willi Fuhrmann (rechts) gratulierte Thorsten Henning (links) und Albert Zabbei zum Jubiläum.
  Die rot-weißen Minifunken und die kleinen Funken der Wendböggele legten einen bezaubernden Auftritt hin und wurden vom bleichen Grafen mit allerlei Spielzeug belohnt. Die KG Westum eilte mit jungen Sängerinnen und Sängern herbei, die mit fetziger Rockmusik a la "Queen" den Saal begeisterten. Auch die großen Funken der Wendböggele, das Tanzpaar und die Garde legten noch flotte Tänze aufs Parkett, ehe Moderator Thorsten Hennig und Graf Dracula die Mikrofone beiseitelegten. (sm)

Quelle: Rheinzeitung vom 07.01.2008


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