Mehr Bauland in der Grafschaft

Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft vermarktet etwa 15 Hektar für potenzielle Häuslebauer

In der Gemeinde Grafschaft sollen in Ringen, Lantershofen und Esch in den nächsten Jahren drei Neubaugebiete entstehen. Die Planphase für die Gebiete "Im Kreuzerfeld II" (Ringen), "In der Fuchsbach" (Lantershofen) und im Bereich "Verlängerte Weststraße" (Esch) soll bereits im kommenden Jahr beginnen.
 
GRAFSCHAFT. Die städtebaulichen Verträge zwischen der Gemeinde Grafschaft und der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) wurden bereits Mitte Dezember unter Dach und Fach gebracht. "Wir rechnen damit, dass nach der Planungsphase im kommenden Jahr die nötigen Grundstücksverhandlungen mit den Eigentümern geführt werden können", erklärte Klaus Becker, Fachbereichsleiter im Bauamt der Gemeinde Grafschaft. "Wenn alles im optimalen Zeitplan verläuft, könnte bereits im Jahr 2009 mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden."
  Dass ein Bedarf an neuen Wohngebieten in der Gemeinde in den kommenden Jahren vorhanden ist, das dokumentiert eine Studie der DSK. "Diese Machbarkeitsstudie orientiert sich auch an der demografischen Entwicklung in den nächsten 15 Jahren. Die attraktive Lage der Gebiete, die gute Infrastruktur und die Nähe zum Ballungsraum Köln/Bonn lassen eine rege Nachfrage von Bauinteressenten erwarten", betonte Peter Preis, Leiter der technischen Abteilung der DSK.
  Den Planungen zufolge sollen die Neubaugebiete in Ringen auf eine Fläche von sechs bis sieben, in Lantershofen drei bis vier und in Esch fünf bis sechs Hektar bemessen sein. Die jeweiligen Grundstücksgrößen sollen dabei zwischen 300 und 400 Quadratmetern liegen. "Die einzelnen Flächen müssen alle noch berechnet werden. Es ist aber in den jeweiligen Gebieten nicht ausgeschlossen, dass einzelne Grundstücke auch in Größenordnungen von 500 bis 600 Quadratmetern ausgewiesen werden", sagte Klaus Becker, der betonte, dass sich die einzelnen Grundstückspreise an den Bodenrichtwerten orientieren.
  Großen Wert in Sachen Neubaugebiete legen die Gemeinde und die DSK auf die frühzeitige Einbindung der Grundstückseigentümer und auf Transparenz. Gerade hinsichtlich des Grundstückserwerbs und Verkaufs werde auf die Bedürfnisse der Eigentümer besonders Rücksicht genommen, unterstrich Preis: "So ist es selbstverständlich, dass der Grundstückserwerb innerhalb der einzelnen Gebiete zu einem zwischen der Gemeinde und der DSK einheitlich festgelegten und wirtschaftlich vertretbaren Preis erfolgt und für jeden individuellen Fall die optimale Lösung gesucht wird."
  Die Kooperation mit der Deutschen Stadt: und Grundstücksentwicklungsgesellschaft ist für die Grafschaft kein Neuland. Bereits bei der Bodenordnung und Erschließung des damaligen Ringener Neubaugebietes "Kreuzerfeld I" pflegte die Gemeinde die Zusammenarbeit mit der DSK. (hb)

Quelle: Rheinzeitung vom 07.02.2007


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