Ringens Nikolaus heißt Toni Palm - seit 50 Jahren

Ortsvorsteher mit großen Fest an der Grundschule geehrt - Mit Schlitten und Sack voller Geschenke für die Kinder unterwegs

RINGEN. Weil der Nikolaus in Person von Ortsvorsteher Toni Palm in diesem Jahr zum 50. Mal die Kinder von Ringen und Umgebung mit seinem Besuch erfreute, richteten ihm die Schüler der Grundschule St. Nikolaus ein ganz besonders schönes Fest in der Turnhalle aus.
  Als der würdig mit Bischofsstab und roter Mitra in die mit Sternen und Rentieren geschmückte Halle einzog, schallte ihm ein fröhliches"Lasst uns froh und munter sein" entgegen.


Da ist der Nikolaus, umringt von den Kindern der Grundschule Ringen: Toni Palm gibt seit sage und schreibe 50 Jahren den Heiligen.
Foto: Hans-Jürgen Vollrath

Auf einem Schlitten zog der heilige Mann einen Sack voller Geschenke hinter sich her: Äpfel, Nüsse und Spekulatius brachte er den begeisterten Kindern mit. Auch einige Bücher hatte er im Gepäck sowie einen 50 Euro-Scheck für die Schule - extra zum 50. Jubiläum.
  Nicht nur als Nikolaus half er schon so manchem auf die Sprünge. Seit Jahrzehnten ist er ehrenamtlich in Ringen tätig, war jahrelang aktiv im Pfarrgemeinderat, engagiert sich seit 1974 im Ortsbeirat und ist seit 1999 Ortsvorsteher. Besonders setzte er sich für den Neubau des Bürgerhauses ein, denn es war ihm wichtig, eine schöne und funktionelle Mehrzweckhalle für die Orte Ringen, Beller und Bölingen zu schaffen.
  So fungierte er hierbei als Motor - sowohl bei der Planung seit 2000, als auch beim Bau, wo er nach dem ersten Spatenstich im Mai 2004 die Eigenleistungen am Bau koordinierte. Fast rund um die Uhr setzte er alles daran, dass das schmucke Bürgerhaus heute fertig ist und schon die ersten Veranstaltungen beherbergen konnte.
  Beruflich war er jahrzehntelang als Bankkaufmann bei der Volksbank tätig. Seine knappe Freizeit verbringt er gerne im Nutzgarten und nimmt sich darüber hinaus auch noch die Zeit für Projekte wie die Renovierungen rund um die Bölinger Kapelle oder in den Vereinen des Ortes, aus denen er für aktuelle Projekte in Ringen, Beller und Bölingen dann auch immer wieder Unterstützung erfährt. Doch bei all seinen ehrenamtlichen Ämtern für die Dorfgemeinschaft ist eines klar: Als Nikolaus aus Passion will er noch viele Jahre lang am 5. und 6. Dezember strahlende Kinderaugen sehen. (sm)

Quelle: Rheinzeitung vom 07.12.2005


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