Lagerhalle für 60 000 Bücher wird gebaut

Spatenstich im Grafschafter Innovationspark:
Antiquariat Hagena & Schulte aus Bonn siedelt sich an

GRAFSCHAFT. Im Grafschafter Innovationspark Rheinland (IPR) siedelt sich der dritte Investor an. Das Antiquariat Hagena & Schulte errichtet ein Gebäude, das als Lagerhalle für 60 000 Bücher und für deren Versand genutzt wird. Landrat Jürgen Pföhler und Bürgermeister Achim Juchem begrüßten die aus Bonn stammenden Unternehmer an der Baustelle, wo die Bauarbeiten begonnen haben.
  Andree Schulte und Michael Hagena errichten einen 23 mal 18 Meter großen und knapp sechs Meter hohen Neubau. Die Unternehmer verlassen den Standort Bonn­Bad Godesberg.


Spatenstich im Innovationspark: Der dritte Investor, das Antiquariat Hagena & Schulte aus Bonn, errichtet eine Lagerhalle für 60 000 Bücher.
Das 1995 gegründete Antiquariat ist vor allem geisteswissenschaftlich ausgerichtet. Die Händler beziehen ihre Bestände aus Bibliotheken und privaten Nachlässen und liefern weltweit aus. 95 Prozent des Handels laufen über das Internet.
  Das Buchlager enthält rund 60000 Titel - Tendenz steigend. Das überwiegend deutschsprachige Literaturangebot umfasst Germanistik, Geschichte, Philosophie, Landeskunde und weitere Fachgebiete der Geisteswissenschaften. Die Kreisverwaltung hat die Baugenehmigung zügig erteilt, erklärte Pföhler. Der Gewerbepark an der A 61 ist laut Landrat ein zentrales Bonn- Berlin - Ausgleichspro jekt für den Kreis Ahrweiler, die Vermarktung müsse ausgebaut und neu ausgerichtet werden. "Dabei wird der Kreis die Gemeinde Grafschaft weiter unterstützen", bekräftigte der Landrat und sagte, dass die überregionale Vermarktung ergebnislos geblieben ist, die regionale Vermarktung dagegen aber gut läuft. Die Doppelstrategie soll deshalb sein: großräumiger Ausbau der regionalen Vermarktung, Abbau noch bestehender Investitionshemmnisse.
  Attraktiv ist der IPR vor allem für Betriebe aus Nordrhein-Westfalen, sagte Bürgermeister Achim Juchem. Der Grund: "Die Standortbedingungen sind sehr gut. So ist beispielsweise die Gewerbesteuer am Standort Grafschaft deutlich niedriger als in Bonn. Ebenso bieten die regionalen Arbeits- und Wohnungsmärkte im Kreis Ahrweiler umzugswilligen Unternehmen sehr gute Voraussetzungen" , sagte Juchem.

Quelle: Rheinzeitung vom 08.08.2006


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