Wo Hund, Katze und Co. Urlaub machen

RZ besuchte Tierpension in Grafschaft-Ringen - Angebot mit Animationsprogramm, Zimmerservice und Streicheleinheiten inklusive

Wer seinem Hund oder seiner Katze Wohlergehen während der eigenen Abwesenheit wünscht,
findet das passende Angebot.
Ringen. Zerkratzte Tapeten und Sitzmöbel sind der Albtraum eines jeden Katzenbesitzers. Doch Karin Steinhauer können sie nicht aufregen. In ihrer "Grafschatter Katzen- und Kleintierpension" logieren die Samtpfoten schließlich als Gäste - und die sind bekanntlich König.
  Vor 20 Jahren nahm Steinhauer die ersten Tiere in Pflege, damals noch in ihrer Zoohandlung in Bad Neuenahr. Daheim in Ringen kümmert sie sich aktuell um sieben Katzen und vier Kaninchen. Zwischen ein bis drei Wochen bleiben die Tiere in ihrer Obhut. Voraussetzung: Sie müssen auf jeden Fall geimpft und möglichst kastriert sein - sonst droht Einzelhaltung.
  Selten kommt es vor, dass Katzenbabys in die Pension einziehen. Doch manchmal geht es nicht anders: Blacky und Tiger sind erst seit Kurzem bei ihren Menschen. Die hatten jedoch den Urlaub schon lange vorher gebucht. Übel nehmen das die quirligen Stubentiger nicht. Wild spielend vertreiben sie sich die Zeit ­und dann gibt es im mit zig Kratzbäumen ausgestatteten Refugium ja noch einen Kartäuserkater zum Ärgern ...

Karin Steinhauer hat zurzeit sieben Katzen und vier Kaninchen in ihrer Obhut. Foto: Vollrath
Jede Mieze hat ihr Revier
Doch ruhiger als man denkt, geht es in den Katzenzimmern zu. Kämpfe? Fehlanzeige. "Weil keine Katze hier ihr eigenes Revier hat", erklärt die Fachfrau. Die Freigänger akzeptieren schnell, dass sie hier nicht stromern dürfen, sondern drinnen bleiben müssen.
  Es gibt Katzen, die fasst Karin Steinhauer nicht an. Lieber als die Kratzbürsten hat sie die Schüchternen, die sie aus ihrem Schneckenhaus herauszulocken versucht. So wie im Fall der scheuen Klara, mit der sie sich im Laufe der Jahre ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat. Nicht so pflegeleicht ist Kater Leo. Gerade hat er sich beleidigt auf den Schrank zurückgezogen: Er findet es ziemlich doof, die Ferien auswärts verbringen zu müssen ­im Gegensatz zur verspielten Emma, die die Katzengesel1schaft zu schätzen scheint. Und Freddy? Der schaut am liebsten aus dem Fenster und ist ansonsten ein Kater mit ganz erlesenem Geschmack: Leitungswasser kommt ihm nicht in den Napf - er besteht auf stillem Mineralwasser. Frauchen hat ihm zwei Flaschen mitgegeben. Das sollte reichen.
  Zweimal am Tag macht Karin Steinhauer ihre Runde, reinigt Katzenklos und Näpfe, füttert, spielt und verteilt Streicheleinheiten. Im Laufe der Zeit hat sie sich eine feste Stammkundschaft aufgebaut. "Leben kann ich davon nicht" lacht sie. Zumal in ihre Pension nur in der Feriensaison so richtig Leben einzieht

Quelle: Rheinzeitung vom 10.08.2010


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