Ringen: Pappelstadion ohne Pappeln

Morsche Bäume werden gefällt - Pilzbefall wurde zum Sicherheitsrisiko - Stämme verkauft

GRAFSCHAFT. Am Ringener Pappelstadion kreischen zurzeit die Kettensägen. Rund 200 der mehr als 300 maroden und brüchigen Bäume, die rund um den alten Ringener Rasensportplatz standen, sind bereits abgeholzt worden. Noch in den nächsten Tagen sollen die letzten, rund 28 Meter hohen Pappeln geschlagen und die Fällarbeiten abgeschlossen werden.
  "Diese Pappeln standen bereits seit geraumer Zeit unter unserer Kontrolle. Ein Pilz hatte große Teile der gut 60 Jahre alten Bäume befallen. Es war ein massiver Verfall der Pappeln zu erkennen. Einzelne Bäume waren schon umgefallen, und abbrechende Äste sind in dem Bereich jederzeit ein Sicherheitsrisiko", erklärte der Grafschafter Revierförster Guido Ebach. Nach eingehenden Untersuchungen waren die mächtigen Pappeln im vergangenen Jahr auf die Fäll-Liste der Gemeinde gesetzt worden.
  Die geschlagenen Stämme sind bereits verkauft und sollen demnächst in die Niederlande transportiert werden. Dort werden sie dann zu Holzkisten, Türfüllungen oder Papier verarbeitet. Die Fläche rund um das Ringener Pappelstadion, das derzeit auch als Bolzplatz genutzt wird, soll zunächst wohl nicht wieder aufgeforstet werden. Ebach meint: "Wir wollen diesen Bereich erst einmal der Natur überlassen. Dort sind schon Eichen- und Buchenstämmchen und Sträucher ausgetrieben." (hb)

Quelle: Rheinzeitung vom 12.04.2007


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