Fleißige Hände im Bürgerhaus
Ehrenamtliche Helfer um Ortsvorsteher Toni Palm übernehmen Arbeiten für das neue Dorfge- meinschaftszentrum in Ringen.
  Sie arbeiten, wann immer es geht. Die "Rentner-Band" um Ortsvorsteher Toni Palm hat die Bauarbeiten im Bürgerhaus von Ringen fest im Griff. Alles was selber gemacht werden kann, wird gemacht. Dabei liegen die Ehrenamtlichen bisher im Zeitplan. Wenn alles gut geht, ist das Bürgerhaus bis Ende des Jahres fertig.
  RINGEN. Ehrenamtliches Engagement steht beim Bau des Dorfgemeinschaftshauses in Ringen ganz oben. Dies die "Rentner-Band", wie sich der harte Kern der ehrenamtlichen Helfer selbst humorvoll nennt. Ortsvorsteher Toni Palm ist dabei die treibende Kraft des Projekts, loben die anderen fleißigen Helfer. Den Bankfachmann mussten sie erst einmal "an der Säge einarbeiten", doch nun, so schmunzelt Harald Knieps, macht er sich prima im Handwerker- Team.
  Im großen Saal des Bürgerhauses wird auf einem rollenden Gerüst in fünf bis sechs Metern Höhe gearbeitet. Knieps selbst ist Zimmermann gewesen, und weil er schon auf so manchem Kirchturm war, hat er auch keine Angst vor großen Höhen. Fachmännisch erklärt er, wie die abgehängten Decken im Erdgeschoss auf Balkenschuhen angebracht wurden, wie die Helfer viele Schwerlastdübel anbringen und ordentlich verschrauben mussten.
  Schiedsmann Alfred Pohl, der auch Zimmermann war, gehört ebenfalls zur festen Truppe, deren Eigen- leistung am insgesamt 1,3 Millionen Euro teuren Projekt von der Gemeinde mit insgesamt 144 000 Euro veranschlagt wird.


Legen im Bürgerhaus von Ringen kräftig Hand an (von links): Alfred Pohl, Harald Knieps, Dieter Lanzsch und Bemd Riedel.
Foto: Vollrath/Gausmann


Bernd Riedel war Postangestellter und Soldat und erledigt am liebsten Arbeiten, bei denen man rasch Fortschritte erkennen kann. Dieter Lanzsch, der von der zukünftigen Trägergemeinschaft unter Leitung von Alfred Kleimann kürzlich zum künftigen Hallenwart gekürt wurde, schuftet wie seine "Kollegen" auch zum Nulltarif am Bürgerhaus von Ringen. Er sammelte reichlich Bauerfahrung.
  Wichtige Haustechnik wurde von Fachfirmen installiert, so die Heizung und die Umluftanlage für den großen Saal. Architekt Manfred Dünker steht für die Planung gerade und lobt die Ehrenamtlichen des äfteren überschwänglich für deren Professionalität.
  Stolz führen diese dann auch durch den Rohbau. Zeigen, wo sich im Erdgeschoss die Küche befinden wird und wie sie mit Hilfe einer Firma alles verkabelt haben. Unter dem reich gegliederten Dach, das mit Platten aus einer Zinklegierung gedeckt wurde, kann man noch die Isolierung mit Steinwolle sehen, welche von den Junggesellen aus Ringen und Bölingen in luftiger Höhe angebracht wurde. Nun steht noch das Anbringen von Rigips-Schallschutzplatten auf dem Programm, auch dies werden die ehrenamtlichen Helfer schaffen.
  Der Estrich ist auf allen Böden aufgebracht und muss jetzt durchtrocknen, bevor der Innenausbau des hellen und luftigen Gebäudes beginnt. In diesen Tagen werken die fleißigen Handwerker im Keller, wo es Räume für den Kinder­ und Jugendförderverein Grafschaft mit eigenem Eingang geben wird, einen Raum als Treffpunkt und Besprechungsraum für Vereine und viel Stauraum. Viel Arbeit steht noch für die Fliesenleger an - die Stamm-Mannschaft hofft hier noch auf weitere Unterstützung, damit das Haus Ende des Jahres fertig wird. Neben den Helfern sind auch andere Bürger des Ortes stundenweise im Einsatz.
  Bei Maler- und Spachtelarbeiten hilft Franz-Josef Küls. Und weil das Dorfgemeinschaftshaus Ringen auf so vielen Schultern liegt, wird wohl alles gut gehen. Der Bölinger Liederkranz hilft genauso mit Arbeit und Geld wie der Eifelverein und der Ortsvorsteher. Die Möhnen von Ringen spendeten ebenfalls. Die Möhnen von Bölingen haben eine Grundreinigung nach Ende des Umbaus zugesagt.  Sissy Melchiors 
Quelle: Rheinzeitung vom 13.05.2005
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