Ringener Pfadfinder auf großer Fahrt unterwegs nach Zandvoort

Außerplanmäßiges Stammeslager aller Stufen bietet viele Überraschungen - Regentag bescherte unwillkommene Rettungsaktion für Schlafsäcke

Ringen. Nach Zandvoort in den Niederlanden zog es die Ringener Pfadfinder ins diesjährige Sommerlager. Eigentlich finden größere Zeltlager der Pfadfinder Ringen im Ausland als Stammeslager in ungeraden Jahren statt, das nächste war für 2011 geplant. Dass dennoch alle vier Stufen in diesem Sommer am Lager in Holland teilnahmen, war eine spontane Entscheidung.
  Wegen des Abschieds zweier langjähriger Leiter und der Übernahme von Gruppen durch neue Leiter wollte die Wölflingsstufe ein besonderes Lager organisieren und hatte sich schon frühzeitig für ein Zeltlager in Holland entschieden. Von dieser Idee begeistert, schlossen sich die drei anderen Stufen an. So wurde das reine Wölflingslager zu einem unplanmäßigen und tollen Stammeslager.


        


Das Lager in Zandvoort machte allen Beteiligten Spaß. Zum Glück ließ das Wetter das Baden in der Nordsee zu. In einem kleinen Wäldchen richteten sich die Pfadfinder wie gewohnt häuslich ein.

   Das Wetter entschädigte die Pfadfinder für die beschwerliche Anreise. Bei Köln standen die Teilnehmer vier Stunden im Stau, weil am gleichen Tag die Trauerfeier für die Opfer der Loveparade in Duisburg stattfand. Bis auf einen halben Tag, an dem im wahrsten Sinne des Wortes "Land unter" war, ließ das Wetter alle geplanten Aktionen zu, insbesondere das Baden in der Nordsee.
  Es gab Rallyes, Stadtbummel in Zandvoort und in Amsterdam, Lagerfeuer, eine Nachtwanderung und Geocaching. Diese elektronische Schatzsuche mit zwei wetteifernden Gruppen war besonders aufregend und für alle eine neue Erfahrung.
  Ein besonderes Erlebnis, auf das alle allerdings ganz gerne verzichtet hätten, war der Regentag. Der Boden war nicht in der Lage, die Fluten aufzunehmen. In kurzer Zeit verwandelte sich der Zeltplatz in eine Seenlandschaft, die auch vor den Zelten nicht Halt machte. Schlaf- und Rucksäcke wurden auf Leinen, Tische und Bänke gerettet, sodass wenigstens sie trocken blieben. Gegen Mittag war der Spuk vorbei, der Regen hörte auf, die Sonne kam heraus. So konnten alle Zeltböden entwässert und bis zum Abend getrocknet werden. Nach dem Einrichten der Schlafplätze war vom Unwetter nichts mehr zu sehen - außer, dass die Zelte so merkwürdig aufgeräumt waren. (ors)

Quelle: Rheinzeitung vom 13.08.2010


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