Rosige Zeiten für Jecken

Prinzessin Margret I. wurde in Ringen proklamiert - "Wendböggele" feierten im neuen Bürgerhaus. "Rosen für Ringen" - unter diesem Motto startet die neue Prinzessin Margret I. in die närrische Session.

GRAFSCHAFT. Im neuen Ringener Bürgerhaus kürte die KG Ringener Wendböggele am Samstag eine Tollität der charmanten Art: Prinzessin Margret I. aus dem Hause derer von Lanzsch regiert nach der Proklamation durch den KG- Vorsitzenden Albert Zabbei in der neuen Session die Jecken von Ringen. Als Adjutant steht ihr Bernd Kopp zur Seite, der sogleich das Motto der Regentin verkündete: "Rosen für Ringen".
   Nun wurde auch klar, warum auf allen Tischen rote und gelbe Rosen in malerischen Sträußen leuchteten. Säckelmeister und Ehemann Dieter Lanzsch sowie die Hofdamen Martha Welsch-Günther und Marianne Kopp strahlten beim großen Auftritt auf der närrischen Bühne, mit der Prinzessin um die Wette, die sogleich ihr Karnevalsvölkchen aus Ringen, Beller und Bölingen begrüßte.


Jeck für Ringen: Hofdame Marianne Kopp, Prinzessin Margret I. Lanzsch und Adjudant Bernd Kopp (von links). Foto: Vollrath
  Elf jecke Gebote gelten bis Aschermittwoch: So soll Bürgermeister Achim Juchem für alle Entscheidungen über die Narrenschar erst einmal die Zustimmung der Tollität einholen, in der Fastnachtszeit weder Gebühren einziehen noch erhöhen und an den närrischen Festivitäten höchstpersönlich teilnehmen. Pfarrer Robert Goerres hat an höchster Stelle für Sonnenschein an Karneval zu sorgen, und die KG samt Tanzgruppen sind für Fröhlichkeit und Unterstützung in allen jecken Lagen zuständig. Dies beherzigte die große Tanztruppe denn auch gleich mit einem neuen Gardetanz.
  Vor der Proklamation hatte sich Prinz Detlef tränenreich verabschiedet. Zum Glück hatte er ein großes weißes Taschentuch dabei. Trost und Anerkennung für die schöne Session erhielten er und sein Adjutant Willi Hoffzimmer jedoch nicht nur von der KG, sondern auch vom Publikum, zu dem auch Abgesandte der Feuerwehr,der Ringener und Bölinger Möhnen, der Junggesellen, der Pfadfinder sowie der Karnevalsgesellschaften von Walporzheim, Ahrweiler und Oberdrees zählten. Ortsvorsteher Toni Palm freute sich über einen Scheck über 500 Euro für das fast fertige Bürgerhaus und genoss mit den anderen Jecken die deftige Büttenrede eines Kleingärtners in Nöten (umwerfend: Harald Knieps). Auch nach weiteren Tanzauftritten und Büttenreden wollten die Ringener noch lange nicht nach Hause gehen. (sm)

Quelle: Rheinzeitung vom 14.11.2005


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