Ringener Feuerwehr ist auf der Höhe der Zeit

Brandschützer demonstierten Ausrüstung und ihr Können beim Tag der offenen Tür in Ringen - 200 Aktive in der Gemeinde

RINGEN. Die Ringener Feuerwehrleute um Löschgruppenführer Markus Ockenfels freuten sich über viele Besucher bei ihrem informativen Tag der offenen Tür. Interessant war für die Besucher die Demonstration einer Löschübung mit der großen Drehleiter. Dabei zeigte die neu gebildete "Feuerwehr­Teileinheit Bauhof", zu der sieben Wehrleute aus verschiedenen Grafschafter Löschgruppen zählen, was sie in zwei Zusatz-Ausbildungsgängen gelernt haben. Müssen die Mitglieder dieser Teileinheit doch auch Gerätschaften bedienen können, die in ihren eigenen Löschgruppen nicht vorhanden sind. Bei Tagesalarmierungen, so erläuterte der stellvertretende Grafschafter Wehrleiter Werner Ockenfels, kommt diese Truppe zum Einsatz und kann die angeforderten Löschgruppen verstärken.


Die neu aufgestellte Feuerwehr-Teileinheit Bauhof demonstrierte ihre Schlagkraft bei einer Übung mit der Drehleiter. Foto: Vollrath
  Die Ringener Wehr gehört zum Alarmierungsbereich der mittleren Grafschaft, wozu noch die Wehren von Lantershofen und Leimersdorf zählen. Zur oberen Grafschaft zählen die Wehren von Gels­orf, Eckendorf, Vettelhoven und Holzweiler/Esch, während Nierendorf, Birresdorf, Bengen und Karweiler der unteren Grafschaft zugerechnet werden. Wehrleiter ist Erich Krupp aus Bengen. Die Wehr trägt dazu bei, dass allerorten die Feuerwehrgerätehäuser ausgebaut, renoviert oder neu errichtet werden konnten. Fördervereine und engagierte Bürger in den Ortschaften tragen das ihre zur erfolgreichen Arbeit der Wehren bei. Mehr als 200 aktive Wehrleute umfasst die Grafschafter Freiwillige Feuerwehr, etwa 15 Frauen gehören dazu. Bei den Jugendwehren von Birresdorf, Nierendorf und Gelsdorf (wo auch die Jugend von Ringen und der oberen Grafschaft vertreten ist) ist der Anteil der Mädchen etwas höher.
  Großübungen einmal im Jahr sowie eine Vielzahl von Übungen sind der Garant dafür, dass die Grafschafter Wehr auf einem guten Ausbildungsstand ist. Dafür sorgen auch stetige Weiterbildungen auf Kreisebene, wie Lehrgänge für Sprechfunker, Maschinisten und andere Spezialgebiete.
  In Ringen zeigten die Wehrleute beim Tag der offenen Tür auch die dort angesiedelte Funkeinsatzzentrale, von der aus nach der Erstalarmierung durch die Polizei im Einsatzfall alle Nachalarmierungen stattfinden. Die Drehleiter ist ebenfalls in Ringen beheimatet. Tanklöschfahrzeu ge gibt es Ringen, Bengen, Gelsdorf und Vettelhoven, wo zudem der Rüstwagen mit der Rettungsschere untergebracht ist. In Gelsdorf gibt es eine Atemschutzwerkstatt und die Kleiderkammer.
  Kleinere Feuerwehrfahrzeuge sind. den Wehren überall zugeordnet; die TSF (Tragkraftspritzfahrzeuge ) verfügen nicht über Wassertanks sondern über Pumpen, mit denen sie Löschwasser aus Bächen, Hydranten oder Löschteichen holen können. Ein in Gelsdorf stationiertes "SW 1000" mit 1000 Metern Schlauchlänge kann etwa im Gewerbegebiet eingesetzt werden, wo es am Löschteich Wasser ziehen kann.
  Beim Sommerfest in Ringen zeigten die Floriansjünger, dass sie - wie auch die Löschgruppen der anderen Orte gerne zusammen mit der Bevölkerung feiern. Geboten wurden ein musikalischer Frühschoppen, Spiele für die Kinder und die Vorführung der neuen Korbtrage mit Abseilspinne sowie des Rettungsgeräts Rollgliss. (sm)

Quelle: Rheinzeitung vom 15.07.2008


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