Erste Ansiedlung im Innovationspark

Baubeginn des Ingenieurbüro-Gebäudes ist bereits für Oktober terminiert - DSL wird dann auch in Beller, Ringen und Bölingen erhältlich sein

Im Innovationspark Rheinland ist der Startschuss gefallen: Mit dem Ingenieurbüro für Hoch- und Tiefbau von Hartmut Veit Büchner wird sich der erste Investor dort ansiedeln.

GRAFSCHAFT. Gute Nachrichten für die Grafschaft: Ein Ingenieurbüro wird sich im dortigen Innovationspark ansiedeln. Platziert wird es im unmittelbaren Eingangsbereich des Gewerbegebiets. Der Baubeginn in der Joseph­Fraunhofer-Straße st bereits für Oktober 2005 terminiert. "Mit der Fertigstellung rechne ich im Mai 2006", so der Unternehmer Hartmut Veit Büchner. Das Ingenieurbüro Büchner konzentriert sich auf Projektentwicklung, die Planung und Bauleitung von Hochbauten und Sonderbauten wie Sportparks, Kindergärten, Schulen und Kasernen. "Für Privatkunden übernehmen wir nach deren individuellen Wünschen die Planung und Bauleitung von Energiesparenden, massiven Klimaleichtblock Ein- und Mehrfamilienhäusern", so der 45-jährige Euskirchener Hartmut Bücher, der sich erst in diesem Jahr zur Selbstständigkeit entschloss. "Die bisherigen, vergeblichen Bemühungen Dritter, die Standortvorteile zu verdeutlichen, haben den Gemeinderat Grafschaft im Mai 2005 dazu veranlasst, die eigene Verwaltung mit der regionalen Vermarktung des Innovationsparks zu beauftragen", erklärte gestern Bürgermeister Achim Juchem. "Die Zeit der wissenschaftlichen Ausarbeitungen, der Erstellung von Standortanalysen, Marketing und Vermarktungskonzepten ist für die Gemeinde nun vorbei." Der Verwaltungschef rechnete vor, dass rund 10 Millionen Euro an Investitions­ und Grunderwerbskosten in den letzten Jahren in den Innovationspark Rheinland geflossen sind. Juchem betonte: "Seit 2004 sind 22 Flächen voll erschlossen und warten auf potenzielle Investoren. 700 000 Euro an Kreis- und Bundesmitteln stehen seit 2003 zur Verfügung, um die drei Ausgleichsprojekte im Kreis Ahrweiler fördernd zu unterstützen." Das erste Gebäude im Innovationspark soll sich über drei Etagen erstrecken und insgesamt rund 330 Quadratmeter Raum für Büroflächen bieten. "Zwei Etagen werden zur Vermietung oder zum Kauf angeboten", betonte Veit Büchner. Vorgesehen ist zudem, dass im Kellerbereich Platz für Archive geschaffen wird, Stellplätze in der Außenanlage sollen das Bild abrunden. "Es gilt nun, handwerkliche Arbeit zu leisten, um den Park auch endlich mit Leben zu füllen. Wir greifen hier auf altbewährte und erfolgreiche Aktivitäten zurück, die auch bei der Besiedlung des Gewerbegebietes Gelsdorf Früchte getragen haben", sagte Juchem. Ein gesunder Branchenmix aus Handel, Handwerk und Dienstleistung sei das erklärte Ziel für die Besiedlung des Innovationsparks und, "weitere Gespräche mit Investoren stehen in den nächsten Wochen an". Über die Mundpropaganda, so Bauingenieur Hartmut Veit Büchner, sei er auf die Grafschaft aufmerksam geworden: "Die enormen Standortvorteile und die hervorragenden Informations­ und Serviceleistungen der Gemeindeverwaltung haben mich dazu veranlasst, in einer nach wie vor wachsenden Region zu investieren", erklärte Büchner. Als "enorm wichtige Signalfunktion" bezeichnete Landrat Jürgen Pföhler die Ansiedlung des ersten Investors im Innovationspark. "Mit dem Ingenieurbüro Büchner ist der erste und vielleicht schwerste Schritt geschafft", erklärte Pföhler. Der Erfolg sei angesichts der bundesweit schlechten Wirtschaftslage besonders hoch zu bewerten. Freuen über die Ansiedlung des Euskirchener Unternehmens dürften sich wohl auch die Grafschafter Bürger in Beller, Ringen und Bölingen, die seit langer Zeit auf einen schnellen DSL-Anschluss warten. Die Telekom hat sich verpflichtet, so Bürgermeister Juchem, "mit der ersten Ansiedlung eines Unternehmens, das DSL fordert, im Innovationspark einen ,DSL-Kopf' zu installieren." (hb)

Quelle: Rheinzeitung vom 16.09.2005


  Zurück