Neubaugebiet schafft Platz für 65 Eigenheime

Politik Ortsbeirat Ringen billigt Pläne für Kreuzerfeld II - Starenkasten im Bereich eines Bölinger Wirtschaftsweges beschlossen

Grafschaft. Die Pläne für das Neubaugebiet Kreuzerfeld II stehen. Einstimmig votierte der Ortsbeirat Ringen für die überarbeiteten Planungen und damit auch für die Änderung des Flächennutzungsplans zur Aufstellung des Bebauungsplans nördlich des Ringener Bachs zwischen Bölingen und Ringen.
  Das geplante Neubaugebiet soll sich durch viel Grün auszeichnen, eine aufgelockerte Bebauung ermöglichen und im südlichen Teilbereich einen guten Übergang zur freien Landschaft darstellen. Ausgehend von der Landesstraße 83 wird sich den Planungen zufolge das Neubaugebiet in südlicher Richtung in einem Bereich von rund sechs Hektar erstrecken. Die einzelnen Parzellen des Neubaugebietes sind mit einer Größe von durchschnittlich 480 Quadratmetern bemessen. "Auch die Nutzung von regenerativen Energien wurde bei den Planungen berücksichtigt. Die Dachflächen der Häuser können im gesamten Planungs gebiet individuell zur Sonne ausgerichtet werden. Eine hochabsorbierende Schallschutzwand wird das Kreuzerfeld II von Lärmemissionen schützen", vermittelte der Planer Andy Heuser dem Gremium und Bürgern Eindrücke über Geländeschnitte, Lärmimmissionslinien und unterschiedliche Haustypen, die dort alsbald gegenüber dem Kreuzerfeld I errichtet werden könnten. Die Konzeption sieht vor, dass auf dem Areal 65 Parzellen ausgewiesen werden.
  Integriert ins Wohngebiet sollen ansprechende, gut eineinhalb Hektar große Grünflächen. Den Plänen zufolge soll dem Gelände ein "beidseitig begrünter, hocheffiziente Lärmschutz vorgelagert werden", betonte Heuser. In den Planungen positioniert ist dabei ein rund drei Meter hoher Wall entlang der Landesstraße 83, die in Ringen gegenüber der Einfahrt zum Kreuzerfeld I in einen Kreisverkehr eingebunden werden soll. Um das abfließende Regenwasser auffangen zu können, sieht der Plan zudem vor, im südlichen Teil des Gebiets zwei Regenrückhaltebecken anzulegen. Dem Bau eines Kinderspielplatzes im Kreuzerfeld II erteilte das Gremium um Ortsvorsteher Toni Palm dagegen eine Absage.
  Ebenfalls einstimmig setzte sich der Rat für die Aufstellung eines Starenkastens im Bereich eines Bölinger Wirtschaftsweges ein. Die stationäre Blitzanlage, die gegenüber von Stauden Schweiss aufgestellt werden soll, soll helfen, den illegalen Durchgangsverkehr auf dem häufig genutzten Weg aus zubremsen. "Die Anlage soll alle motorisierten Verkehrsteilnehmer fotografieren. Ausgenommen von landwirtschaftlichen Fahrzeugen, könnte nach der Auswertung der Bilder gegen die Fahrer ein Bußgeld verhängt werden" , befand Ortsvorsteher Palm. Einigkeit herrschte im Beirat auch darüber, am Ortsein- und -ausgang von Bölingen Begrüßungsschilder zu installieren. Zur Finanzierung der Holzschilder nutzt der Beirat die Prämie, die der Ort beim Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" als Sieger zugesprochen bekam. / Horst Bach

Quelle: Rheinzeitung vom 16.09.2011


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