Neue Firma im Innovationspark

Unternehmer Klaus Weidlich lässt sich in Ringen nieder
Spatenstich für Bürogebäude und Halle soll im Sommer erfolgen

Unternehmer Klaus Weidlich wird sich bald mit seinem Dachdeckerbetrieb und seiner GmbH für schlüsselfertiges Bauen Im Innovationspark Rheinland (IPR) In Grafschaft­RIngen ansiedeln. Er hat eine Fläche von 3600 Quadratmetern erworben, auf der ein Bürogebäude von rund 800 Quadratmetern und eine Halle von knapp 600 Quadratmetern errichtet werden sollen. Der Clou: Teile davon will er an andere Firmen "warm" vermieten. Denn die Gebäude werden mittels Erdwärme geheizt.
  GRAFSCHAFT. Das Engagement der Gemeinde Grafschaft hat sich ausgezahlt: Erst seit einem halben Jahr kümmert sich die Verwaltung um die regionale Vermarktung des Innovationsparks in Ringen. Gestern verkündete Bürgermeister Achim Juchem, dass sich dort bald bereits das zweite Unternehmen ansiedeln wird. Klaus Weidlich, der selbst in der Grafschaft wohnt, wird mit seinen insgesamt fünf Firmen aus Bad Neuenahr dorthin umziehen. "Die jetzigen Räume werden langsam zu klein, und für die Grafschaft sprachen viele Argumente. Die Hebesätze hier sind sehr verträglich, und durch die Autobahnanbindung sparen wird Zeit und Geld, da sich viele unserer Kunden im Meckenheimer und Bonner Bereich befinden", erklärte Weidlich gestern. Der 37-jährige Unternehmer ist gelernter Dachdeckermeister und startete 1994 mit seinem eigenen Dachdeckerbetrieb. 1999 kam eine GmbH für schlüsselfertiges Bauen hinzu.


Zur Vertragsunterzeichnung trafen sich in der Grafschaft (von links): Büoleiter Egon Mohr, Investor Klaus Weidlich und Bürgermeister Achim Juchem.
Seine Firma wuchs in den vergangenen Jahren beständig, und auch die Zahl der Aufträge stieg an. Kurzerhand nahm er mit der Gemeinde Grafschaft Kontakt auf, die ihm ein passendes, rund 3600 Quadratmeter großes Grundstück an der Joseph-von-Fraunhofer-Straße im IPR anbot. Der Spatenstich für das Bürogebäude und die Halle, in der die Fahrzeuge und Materialien der Firmengruppe Weidlich untergebracht werden sollen, ist noch für diesen Sommer geplant. Die endgültige Fertigstellung ist für Ende August 2007 vorgesehen. Einziehen werden dort dann die Firmen Weidlich GmbH, Weidlich Hausverwaltung und Projektmanagement sowie die Weidlich und Petkovski Bedachungen GmbH. Diese Firmen beschäftigen insgesamt acht kaufmännische und zwölf gewerbliche Angestellte, darunter sind derzeit vier Auszubildende. Platz wird außerdem für weitere Firmen geschaffen: Teile der 600 Quadratmeter großen Halle sowie 300 Quadratmeter an Büroflächen, die man je nach Kundenwunsch aufteilen wird, will Weidlich "warm" vermieten.
So soll die geplante Ansiedlung von Klaus Weidlich an der Joseph-von-Fraunhofer-Straße im Innovationspark aussehen.
Die Beheizung des Gebäudes soll mittels Wärmepumpe und Fußbodenheizung erfolgen. "Bei den ständig steigenden Nebenkosten ist dies für Geschäftsleute sicher ein großer Anreiz, sich dort einzumieten" , ist Bürgermeister Achim Juchem überzeugt. Einen ersten Mieter gibt es sogar bereits: die Firma Delta Immobilien aus Bonn. Investor Klaus Weidlich blickt positiv in die Zukunft: "Ich tippe mal, dass bei mir in den nächsten Jahren zehn bis 12 neue Arbeitsplätze geschaffen werden können. Die Auftragslage ist gut. Im Bereich Bedachungen rechnen wir allein in 2006 mit einer Umsatzsteigerung von bis zu 30 Prozent, bei den Neubauten um bis zu 50 Prozent." Auf seine Mitarbeiter hält der Investor ebenfalls große Stücke: "Wir beschäftigen einen 22 Jahre alten Dachdeckermeister. Der war letztes Jahr jüngster Meister in Rheinland-Pfalz und wurde bei uns ausgebildet." Bürgermeister Juchem ist ebenfalls zufrieden: "Wir sind sehr froh, dass sich hier ein heimisches Unternehmen ansiedelt. Denn dies bedeutet, dass der Standort überzeugt."
Evelyn Stolberg

Quelle: Rheinzeitung vom 17.02.2006


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