Sigrid I. regiert das närrische Ringen

Proklamationssitzung im Bürgerhaus: Eckendorferin steht Hofstaat vor
Motto: "Mir sinn wie mir sinn"

RINGEN. Der Einstieg in die fünfte Jahreszeit hätte nicht schöner ausfallen können. Die KG Ringener Wendböggele und ihr Sitzungspräsident Thorsten Hennig sorgten mit einer furiosen Sessionseröffnung im Bürgerhaus Ringen von Anfang an für Superstimmung und hatten zu später Stunde eine Überraschung parat.
  Der ganze jecke Tross mit KG-Vorstand, rot-weißen Tanzgarden und Möhnen zog um 22.11 Uhr in den Saal. Dann machte Wendböggele­Chef Albert Zabbei es spannend. "Licht aus!" rief er. Im Schein der Kerzen auf den Tischen wandelten drei verhüllte Gestalten durch die dicht gefüllten Reihen. Auf der Bühne kam die große Stunde des Albert Zabbei.
  Als erstes erschien unter tosendem Beifall die neue Ringener Prinzessin Sigrid I. (Mücke), die aus Eckendorf kommt, was aber keinen störte. Gemeinsam mit der Tollität werden Adjutantin Gabi Blum und Hofdame Brigitte Neukirchen das Narrenvolk regieren. Unterstützt wird die holde Weiblichkeit durch ihre besseren Hälften, die als "staatse Kerls" vorgestellt wurden und ihre Ämter als Offiziere und Security-Mann prima meisterten.


Die neuen Regenten (von links): Gabi Blum, Sigrid I. (Mücke) und Brigitte Neukirchen sowie der Vorsitzende der KG Wendböggele, Albert Zabbei. Foto: Vollrath
  Das Motto der frisch gebackenen Prinzessin heißt "Mir sinn wie mir sinn". Und sie versprach nicht nur, mit allen Karnevalsfans eine schöne Session zu feiern, sondern stellte in ihrer Regierungserklärung auch einige Forderungen an ihre närrischen Untertanen. Die KG soll die Häuser der Tollität und ihres Hofstaates schmücken, die Prinzessin hat das Recht, an den tollen Tagen alles zu bützen, was ihr über den Weg läuft, und die Eckendorler Feuerwehr soll beim großen Karnevalszug für Sicherheit sorgen.
  Die Finkenstube in Bölingen wurde zur Hofburg erklärt, wo am 28. Dezember um 11.11 Uhr zum Tollitäten­Empfang eingeladen wird. Ortsvorsteher Toni Palm, befreundete Karnevalsgesellschaften und die 2. Beigeordnete Helga Dohmganz gratulierten der neuen Tollität, und so wechselten bald Orden von Jeck zu Jeck.
  Vor der Proklamation hatten Karnevalisten und Tollitäten aus Walporzheim, Ahrweiler, Heimersheim und Bachern viel Spaß an rot-weißen Funkentänzen und am Abschiedsgeschenk des scheidenden Dreigestirns. Ex-Prinz Dieter, Ex-Jungfrau Berti und Ex-Bauer Jürgen gaben noch einmal ihr Bestes und waren von der Bühne kaum herunterzubekommen. A1s dann auch noch das Männerballett "Ringener Perlen" seinen großen Auftritt hatte, gab es kein Halten mehr.(sm)

Quelle: Rheinzeitung vom 17.11.2008


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