Neue Lampen bringen Licht in Eichenweg
Ausschussmitglieder stimmten Kinderspielplatz-, Straßen- und Beleuchtungsausbau in Grafschaft zu
GRAFSCHAFT. Der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Grafschaft war sich schnell einig. Das Gremium votierte am Donnerstagabend in der Alten Schule in Nierendorf einstimmig für den Ausbau des Kinderspielplatzes am "Bart- holomäusweg/Am kleinen Steeg" in Leimersdorf, für den Ausbau der Straße "Bentger Feld" in Nierendorf und für eine Erweiterung der Straßenbeleucht- ungsanlage im Bölinger "Eichenweg".
  Nach fünfeinhalb Jahren Beratungs- und Planungsphase und einer Anwohner­ und Elternbefragung in den Jahren 2001 und 2002 nimmt der Kinderspielplatz in Leimersdorf nun konkrete Formen an. Hatte der Ortsbeirat 1999 das Projekt bereits empfohlen, so wurden im Gemeinde-Haushalt 2005 Mittel für den Ausbau eingestellt. Zuschüsse hatte das Land Rheinland-Pfalz im Jahr 2003 abgelehnt. Das beauftragte Ingenieurbüro veranschlagte nun rund 52 000 Euro für den Bau, die Ausstattung des Spielplatzes und die Bepflanzung der Außenanlage.
  Drei großkronige Trompetenbäume sollen später für eine ausreichende Beschattung des Platzes sorgen. Auf dem rund 450 Quadratmeter großen Kinderspielplatz werden dann wohl bald eine Drahtseilbahn, eine Schaukel- und Rutschkombination, ein Kletterturm, eine Tischtennisplatte, ein Schwingpferd sowie ein Sandkasten für den entsprechenden Kinderspaß sorgen.
  Rund 100 000 Euro werden für das Straßenausbauvorhaben "Bentger Feld" in Nierendorf, der Bauausschuss stimmte dem Vorhaben zu, veranschlagt. Das Terrain, so das zuständige Ingenieurbüro, sei alles andere als einfach. Bei den Planungen sei ein Straßengefälle von rund 22 Prozent zu berücksichtigen gewesen. Um bei starken Regenfällen einen kontrollierten Wasserablauf zu gewährleisten, sei es notwendig, eine in der Mitte liegende Rinne und diverse Abläufe einzuplanen. Auf eine Stützmauer im oberen Teil der 4,25 Meter breiten Straße könne verzichtet werden. So genannte L-Steine auf der Grundstücksgrenze sollen dort für eine ausreichende Stabilität sorgen.
  Im Bölinger "Eichenweg" ist es abends zu dunkel. Dies stellte bereits der Ortsbeirat Ringen Ende Dezember heraus. Auf einer Länge von etwa 160 Meter sind derzeit lediglich zwei Straßenleuchten installiert.
  Der Bauausschuss stimmte nun den Planungen zu, die beiden vorhandenen Peitschenmaste zu entfernen und anstelle derer insgesamt sieben gemeinde- übliche Leuchten aufstellen zu lassen. Die geplanten Lampenstandorte seien auf vorhandene Einfahrten und Grenzverläufe angepasst. Die Anlieger müssten sich auf eine Kostenbeteiligung von rund 90 Prozent einstellen, Vorausleistungen würden jedoch nicht erhoben.
  Ob der erste Lampenstandort im Bereich der Freifläche Obsthof Krupp platziert wird, steht noch nicht fest. Alternativ könnte die Aufstellung der Lampe auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite erfolgen. Durch Kabelneuverlegungen und die Straßenüberquerung würden jedoch Mehrkosten in Höhe von gut 1000 Euro entstehen.
  "Wenn der Anlieger dies wünscht und die Kosten dafür übernimmt, können wir uns auch für den Alternativstandort entscheiden" , erklärte Bürgermeister Achim Juchem und bat Ortsvorsteher Toni Palm, ein entsprechendes Abstimmungs- gespräch zu führen. (hb)
Quelle: Rheinzeitung vom 20.06.2005
  Zurück