Kein Geld für Ausbau

Ringen verschiebt Straßenbauprojekte
Große Ptäne zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur hat der Ortsbezirk Ringen in der Grafschaft. Den Vorhaben stehen allerdings leere Gemeindekassen gegenüber.

GRAFSCHAFT. Seit Jahren wird in der Grafschaft in die Verkehrsinfrastruktur investiert, Spurrillen und Schlaglöcher werden kontinuierlich weniger. In Beller sollen nun aber die im Investitionsplan vorgesehenen Ausbauarbeiten in der Tinten-, Weidgen-, Ziemesgarten- und Zweigstraße auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Geht es nach dem Willen des Ortsbeirates Ringen, gilt dies auch für Eichenweg, Wiesenweg, die Elligstraße und die angrenzenden Straßen "Auf der Helten" und "Seeliger Hof".
  "Mit Rücksicht auf die derzeitige Finanz- und allgemeine Wirtschaftskrise spricht sich der Ortsbeirat dafür aus, diese Straßen auch über die jetzige Legislatur hinaus zu verschieben und erst konkret über eine Planung nachzudenken, wenn sich die Finanzen allgemein, insbesondere auch die unserer Gemeinde, verbessert haben", betonte Ortsvorsteher Toni Palm kürzlich. Der Ortsbeirat sei jedoch der Auffassung, dass diese Straßen "bei Notwendigkeit und Verkehrssicherungspflicht" mit einer Bitumenschicht im Dünnschichtverfahren versehen werden sollen. Die Kommunalpolitiker sprachen sich auch dafür aus, die geplanten Arbeiten in der Bahnhofstraße in Ringen zu verschieben.
  "Der Ortsbeirat hat in seiner Sitzung im Dezember 2008 die Gemeinde bereits darum gebeten, den Ausbau erst nach der Fertigstellung der Ortsdurchfahrt Bölingen durchzuführen" , unterstrich Palm. In die Planungen und in die Prioritätenliste aufgenommen werden sollen dagegen die Ausbauarbeiten des Ringener Pappelstadions. "Unter Einbeziehung der gemeindeeigenen Grundstücke könnte eine Kindergarten-, Schul- und Freizeitanlage geschaffen werden", beschrieb Palm das Vorhaben.
  Die Überquerung der Straße im Bereich Kreuzerfeld stellt für den Ortsbeirat eine große Gefahrenquelle für die Fußgänger dar. Die Verwaltung soll prüfen, ob in diesem Teilstück ein provisorischer Fußgängerüberweg einge­richtet werden kann. Zudem hofft der Ortsbeirat darauf, dass die Gemeinde die bestehende Beleuchtung auf dem Verbindungsweg zum Innovationspark, ausgehend vom Regenrückhaltebecken "Steinacker" bis zur Heppinger Straße, erweitert. (hp)

Quelle: Rheinzeitung vom 20.11.2009


  Zurück