Anschluss lässt auf sich warten

Grundstücksfrage verzögert Anbindung an die Autobahn 61 bei Ringen

GRAFSCHAFT. Die Arbeiten an der Anschlussstelle bei Ringen an die A 61 sind vorübergehend unterbrochen. Grund sind witterungsbedingte Schwierigkeiten. Das erklärte auf Anfrage der RZ Baudirektor Ulrich Neuroth vom Landesverkehrsministerium in Mainz. In Verzug waren die Arbeiten aber schon zuvor geraten. Ursache waren offenbar ungeklärte Grundstücksverhältnisse. Die gesamte Baumaßnahme für den neuen Autobahnanschluss in Fahrtrichtung Koblenz sollte ursprünglich bis Ende des Jahres fertiggestellt sein.
  Die Gemeinde Grafschaft bemüht sich seit Langem um den zweiten Anschluss an die A 61. Vor allem, um den Innovationspark Rheinland besser an den Verkehr über die Autobahn anzubinden. Noch im Oktober hatte Jürgen Gest, Leiter des Autobahnplanungsamtes, auf Nachfrage der RZ versichert, die Arbeiten lägen im Zeitplan.


Alle Arbeit ruht: An der Baustelle Anschlussstelle A 61 Ringen tut sich erst wieder im Februar oder März etwas. Foto: Vollrath
Wie Neuroth jetzt bestätigte, gab es jedoch mitten in der Baustelle ein Grundstück, mit dessen Eigentümer noch verhandelt wurde. Erst Mitte Oktober sei es zu einer Einigung gekommen. "Deshalb haben wir die Baustelle geteilt", erläuterte Neuroth. Der Fahrbahnabschnitt sei ausgespart worden, während davor und dahinter gebaut wurde.
  Diese Verzögerung hat jetzt zur Folge, dass die Arbeiten noch nicht so weit gediehen sind wie geplant. Fertig ist das Brückenbauwerk unterhalb der Autobahn 61, aber noch nicht die sogenannte Spange - die Straße, die unter der Brücke herführt. Ein Weiterbau ist laut Neuroth wegen der nassen und kalten Witterung, die notwendige Bodenarbeiten verhindern, derzeit nicht möglich. "Die Arbeiten werden im Februar oder März wieder aufgenommen", versicherte Neuroth. (fbl)

Quelle: Rheinzeitung vom 20.12.2008


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