Aufbruch in neue Welten

Neujahrsempfang; Ringener Pfadfinder haben in diesem Sommer viel vor

Ringen. Unter dem Motto "Futurscout 2011" steht das riesige Pfingstlager der Deutschen Pfadfinderschaft St.Georg Trier vom 10. bis 13. Juni in Rhens.
  Im Jahr 2008 hat die Gruppe mit einer Fragebogenaktion bei den hiesigen Pfadfinderstämmen die grundlegende Planung für dieses Großereignis begonnen. "Abheben zu neuen Planeten" lautet das Motto, das im Mittelpunkt der Aktion steht. Es geht darum, den Blick auf die bekannte Umgebung zu erweitern und mit neuen Ideen die Zukunft zu erobern.
Thematisch daran angelehnt luden die Ringener DPSG-Pfadfinder vom Stamm Galileo Galilei jetzt zum Neujahrsempfang unter dem Titel "Futurscout" in ihr Pfadfinderheim in Ringen ein, bei dem jeder Gast in einer nachtschwarzen Schleuse in den Festsaal im Weltall "gebeamt" wurde. Mit fluoreszierenden Armbändern landeten die Weltraumfahrer an silbernen Tafeln, auf denen futuristischer Tischschmuck die spannende Atmosphäre unterstrich.
  Auf einer großen Videowand war die Geburt ganzer Galaxien zu sehen, während Pfadfinderleiter Dominik LaubenthaI die Besucher herzlich begrüßte und sie dazu aufforderte, auf glitzernden Schildern zu notieren, wie sie sich die Zukunft vorstellen.
  Stellten sich manche vor, im Jahr 2021 den Nordseestrand in der Kölner Bucht vorzufinden, grübelten andere, ob demnächst noch Gruppenstunden in der realen Welt stattfinden werden - oder eher virtuell in einem Internet-Chatroom.
Pläne für neue Fahrten
Im Sommer reist der ganze Stamm nach Prag. Am DPSG-Pfingstlager in Rhens werden auch die Ringener Futurscouts teilnehmen und sich mit mehr als 1000 Teilnehmern Zukunftsthemen nähern wie "kreative Beschäftigung", "pfadfinderische Identität", "Ökologie" und "internationale Gerechtigkeit". Alle profitieren von in den einzelnen Stämmen entwickelten Workshops. Fantasie wird auf jeden Fall gefragt sein und davon hat die DPSG Ringen allerhand zu bieten.
  Auf dem Weg zum intergalaktisch guten Büfett begegneten den Gästen Weltraumkämpfer mit grün und gelb leuchtenden Lichtschwertern; glühend rote Lavalampen erhellten den Raum. Auch die Grafschafter Beigeordnete Helga Dohmganz, Ortsvorsteher Toni Palm sowie Pastor Robert Goerres nahmen an der Tour in die Zukunft teil, erfuhren jedoch, dass sich bei den Ringener Pfadfindern auch einiges um Projekte in der nächsten Zeit dreht.
So will man die Fassade des selbst erbauten Pfadfinderheims in Eigenarbeit mit einem wärmedämmenden Wetterschutz versehen, um Heizenergie zu sparen und das Holz des Hauses besser zu schützen. Hierfür suchen die Pfadfinder Sponsoren.
  Mehr als 60 Pfadfinder und 10 Pfadfinderleiter zählt der Stamm derzeit. Bei den Gruppenleitern wurde ein Generationenwechsel abgeschlossen, sodass die Leiter nun alle in den 20ern sind. Die "alten Hasen" sind jedoch zumeist weiterhin mit Herz und Seele dabei und unterstützen "ihren" Stamm nach wie vor mit Rat und Tat. - Sissi Melchiors

Quelle: Rheinzeitung vom 21.01.2011


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