WM im Autohaus

Torjubel am Arbeitsplatz

  RINGEN. Das Fußballfieber hat die Fans im Kreis Ahrweiler längst erfasst. Es ist Mittwochnachmittag, drei Minuten nach 16 Uhr: In der Partie gegen Ekuador geht's für die deutsche Fußball-Nationalmann-
schaft im dritten Vorrundenspiel um Platz eins in der Gruppe A.


Die Belegschaft des Autohauses Glath guckte gestern nicht in die Röhre: Sie schaute in der Werkstatt Fußball.
Foto: Vollrath

Doch viele Arbeitnehmer befinden sich um diese Uhrzeit noch längst nicht auf Ballhöhe. Sie müssen arbeiten und gucken buchstäblich in die Röhre, als im Berliner Stadion Freudentänze nach dem frühen Tor zum 1:0 durch Miroslav Klose für Deutschland aufgeführt werden. Auch vom umjubelten Treffer zum 2:0 erfahren sie an den Fließbändern oder im Büro, wenn überhaupt, nur vom Hörensagen. Ganz anders im Autohaus Glath in der Grafschaft. Dort hatten die Mitarbeiter noch vor dem offiziellen Anstoß allen Grund zum Jubeln. Ihr Chef, Jürgen Glath, hatte Freizeit angeordnet und in der Werkstatt einen Fernseher aufstellen lassen. "Für mich war das vor Tagen schon klar, dass die WM Vorfahrt hat. Meinen Mitarbeitern habe ich dann heute angeboten, das Spiel von Beginn an zu sehen." Die Glathens boten ihren Mechanikern nicht nur einen Augenschmaus: Für das leibliche Wohl hatten Seniorchef Herbert Glath und Marita Glath bestens gesorgt. "Fußball macht halt durstig und hungrig. Drum gibt's während des Spiels kühle Getränke und in der Pause eine frische Wurst vom Grill." (hb)

Quelle: Rheinzeitung vom 21.06.2006


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