Ringen hat neues Bürgerhaus

1,27 Millionen Euro teures Projekt an Trägergemeinschaft übergeben

RINGEN. Ortsvorsteher Toni Palm brachte es auf den Punkt: Ein lang gehegter Wunsch ist für die Menschen in Ringen in Erfüllung gegangen. Das neue Bürgerhaus im Kreuzerfeld ist fertig und wurde am Freitag an die Trägergemeinschaft übergeben.
  Bis die vielen ehrenamtlichen Bauhelfer, die Vertreter der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderats, die Bauausführenden und Fachleute, Vereine und Sponsoren an den festlich gedeckten Tischen mit schimmernden gelben Kerzen Platz nehmen konnten, gingen einige Jahre der Vorbereitung ins Land.
  Baubeginn war im Mai 2004, da debattierte man in Ringen, Beller und Bölingen bereits seit geraumer Zeit, ob und mit wem ein Bürgerhaus zu bauen sei. Die Gemeinde wurde schließlich Bauherr und Architekt Manfred Dünker gelang mit seinem Team ein guter Entwurf.


Architekt Manfred Dünker (von links) und Achlm Juchem, Chris­tlna Noack, Alfred Kleimann, Tonl Palm und Michael Schneider tauschten die Schlüssel.
Foto: Vollrath/Gausmann

Dieser präsentierte sich bei der Einweihungsfeier als schmuckes Dorfgemeinschaftshaus und wurde von Pastor Robert Görres und Pfarrerin Elke Smith-Kulla eingesegnet.   In dem großen teilbaren Saal, der 210 Quadratmeter groß ist, begrüßte Bürgermeister Achim Juchem die Festgäste und dankte allen am Bau Beteiligten. Ortsvorsteher Toni Palm hatte die Arbeit der ehrenamtlichen Bauhelfer koordiniert, die der Gemeinde mit 3200 Stunden unbezahlter Arbeit rund 100000 Euro einsparten. Kein kleiner Beitrag bei einem Gesamtvolumen von rund 1 270 000 Euro, zu dem das Land 470000 Euro, der Kreis 10225 Euro für die Jugendräume und die Gemeinde Grafschaft 689775 Euro beisteuerten.
  Achim Juchem sprach von einer erfreulichen Vierfachnutzung des Hauses. Denn es beherbergt nicht nur den Saal für Feste und Vereinsarbeit sowie Küche und Foyer, sondern auch die Räume für die Jugendarbeit und ein Stuhllager im Keller. Zudem kommt es als Ersatz-Aula der benachbarten Grundschule gerade recht.
  Der Bürgermeister und die Festgäste lauschten mit Freude den Liedern des Ringener Grundschulchors bevor Landrat Jürgen Pföhler betonte, dass die Eigeninitiative der Ringener Bürger verdeutlicht, wie sehr man im Dorf verwurzelt ist. Für die Trägergemeinschaft, unter Leitung von Alfred Kleimann, und für den Kinder- und Jugendförderverein, der im Untergeschoss eine neue Heimat findet, hatte er Glaswappen im Gepäck.
  Toni Palm erinnerte an den ersten Spatenstich und das Richtfest im Dezember 2004. Noch im März 2005 konnte er sich nicht vorstellen, dass die Kirmes im Oktober im neuen Bürgerhaus gefeiert werden könnte. Und doch kam es so. Alle arbeiteten Hand in Hand, wofür sich Architekt Dünker besonders bedankte.
  Für den Kinder- und Jugendförderverein Grafschaft dankte Geschäftsführer Michael Schneider dafür, dass das Jugendbüro mit drei Räumen im Untergeschoss nun eine feste Bleibe gefunden hat. Der Bürgermeister nahm aus den Händen des Architekten den Schlüssel fürs Bürgerhaus entgegen und gab ihn gleich an Alfred Kleimann vom Trägerverein und Christina Noack vom Kinder- und Jugendförderverein weiter. (sm)

Quelle: Rheinzeitung vom 23.01.2006


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