Betreuung über Mittag erfolgreich

Grafschafter Haupt- und Finanzausschuss beschloss weitere Förderung

Für das Angebot eines warmen Mittagessens, qualifizierte Hausaufgabenbetreuung und die Ausweitung der Betreuungszeiten - für diese Ziele bekommen die Grafschafter Grundschulen Geld.
GRAFSCHAFT. Die Übermittagbetreuung für Schulkinder in den Grafschafter Grundschulen Ringen, Gelsdorf und Leimersdorf kommt überaus gut an. Das spiegeln die jüngsten Erfahrungsberichte der Rektorinnen Brigitte Haseihoff (Grundschule St. Nikolaus in Ringen), Jeanette Rexin (Grundschule Obere Grafschaft, Gelsdorf) und Konrektorin Heike Kaltenhäuser-Doebel (Grundschule Leimersdorf) eindeutig wider.
  Positiv äußerten sich dann auch am vergangenen Donnerstagabend in Ringen die Mitglieder des Haupt-, Finanz-, Personal- und Vergabeausschusses. Das Gremium stimmte dafür, die qualitative Verbesserung an den drei Schulen auch weiterhin finanziell zu fördern.
  Demnach sollen die insgesamt zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel von 9000 Euro in diesem Jahr (pro Kalenderhalbjahr zu je 50 Prozent) ausgezahlt werden. Verwendet werden sollen die Zuschüsse der Gemeinde in den Bereichen: Angebot eines warmen Mittagessens, einer qualifizierten Hausaufgabenbetreuung und Ausweitung der Betreuungszeiten. Zum 1. Oktober, so der Beschluss des Ausschusses, sollen erneut Erfahrungsberichte über die Mittelverwendung der Gemeinde vorgelegt werden.
  Seit März 2007 bietet auch die "Betreuende Grundschule" Ringen neben der normalen Betreuung ein warmes Mittagessen an. "Dieses Essensangebot wurde von vielen Eltern sehr begrüßt und auch in Anspruch genommen. Nach wiederholten Rücksprachen mit den Kindern freuen sie sich täglich auf das Essen", betonte Rektorin Haselhoff. Ihrer Einschätzung nach werde kindgerecht gekocht, das Essen "ist abwechslungsreich und auch ausreichend".
  "Das Angebot ist eine große Bereicherung unseres Schullebens in der Grundschule Obere Grafschaft", berichtete die Gelsdorfer Rektorin Jeanette Rexin. Ähnliche Erfahrungen formulierte auch die Leimersdorfer Konrektorin Heike Kaltenhäuser-Doebel. Warmes Essen für die Kinder wird dort seit dem 5. November angeboten. "Konkret geplant ist die Einführung einer freiwilligen Hausaufgabenbetreuung. Die Grundschule stellt dafür einen separaten Raum zur Verfügung, damit die Kinder wirklich in Ruhe arbeiten können", erläuterte die Leimersdorfer Konrektorin. Zur Ausweitung der Betreuungszeiten würden in Leimersdorf Überlegungen angestellt, auch in den Ferien - gegen Entgelt - Formen der Betreuung, zum Beispiel in Projekten, anzubieten, "sodass Eltern auch in den Ferien ihre Kinder beaufsichtigt und sinnvoll beschäftigt wissen".
  Der Hintergrund: Der Gemeinderat hatte sich bereits im Jahr 2006 mit dem Thema befasst und beschlossen, die bestehende Übermittagbetreuung zu fördern. Die finanzielle Unterstützung soll zu einer qualitativen Verbesserung des Angebotes der "Betreuenden Grundschule" beitragen.
  Ein neues "Dach über den Kopf" sollen demnächst die Schulkinder und Fahrgäste in Nierendorf erhalten. Geplant ist die neue Buswartehalle am "Brunnenplatz" , zudem soll in Vettelhoven die Wartehalle in der Ahrweilerstraße erneuert werden. In der Sitzung des Haupt-, Finanz-, Personal­ und Vergabeausschusses beschlossen die Kommunalpolitiker einstimmig, entsprechende Anträge auf einen Landeszuschuss von jeweils 2050 Euro beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) einzureichen. Sollte nur ein Zuschuss durch den LBM gewährt werden, sprach sich das Gremium einstimmig dafür, dem Neubau in Nierendorf den Vorrang zu geben. (hb)

Quelle: Rheinzeitung vom 23.02.2008


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