Kinder eifern Germanen nach

Großer Bauspielplatz in Ringen - Leben und Arbeiten in Sippschaften

RINGEN. Der Kinder- und Jugendförderverein Grafschaft bieten in den ersten beiden Wochen der Sommerferien eine Aktion auf dem Gelände der Ringener Pfadfinder an. "So lebten die Germanen" heißt das Projekt Bauspielplatz, bei dem 60 Jungen und Mädchen unter Anleitung von Bemadette Heeb-Klöckner, Sarah Weber (der neuen Projektmitarbeiterin des Kinder- und Jugendfördervereins), Yvonne und Nadine Schülter, Mathias Heebi Daniel Pelzer, Timo Langbein, Bianca Willscheid, Laura Bell, Julia Raths und Jenny Laubrichs große Dinge vollbringen. Auf der ausgedehnten Wiese hinter dem Pfadfinderheim wurde zunächst fünf Tage lang tüchtig gebaut, dann stand ein ansehnliches Germanendorf, in dem alle sieben Germanen­Sippen gut untergebracht sind. Nicht nur Wohnhäuser mit Feuerstellen wurden im weiten Rund angelegt - eine geräumige "Thinghalle" und ein drei Meter hoher Turm im Dorfzentrum vervollständigen das Germanendorf.
  Die Sippenmitglieder vom Stamm der Pferde, Eber, Raben, Wölfe, Stiere, Hirsche und Bären stellten Schilde aus Holz her, die sie bunt bemalten. Die Kinder lernen, in Runen zu schreiben, sie bereiten sich Mahlzeiten aus Getreide zu, backen Brot und basteln Schmuck aus Ton. Aus Leder fertigen sie Armbänder, und bemalte Holzdrachen schmücken die Holzhäuser.


Sarah Weber vom Kinder- und Jugendförderverein (links) und Rollenspieler "Falin" betreuen die Kinder im Germanendorf.
  Am Ende der ersten Woche wurde ein Fest mit Eltern und Freunden gefeiert. Rollenspieler "Dennis" aus Siegburg erschien Anfang dieser Woche als Germane Falin und baut mit den Kindern eine germanische Kultstätte. In einem durch grüne Zäune abgeteilten Rund bauen sie "Opferstätten" für Rauchopfer für die Götter und stellen Runensteine und Totempfähle mit Schnitzereien auf. Die selbst gefertigten Holzgebäude werden bei der Abschlussfeier am heutigen Freitag versteigert. (ors)

Quelle: Rheinzeitung vom 24.07.2009


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