Ferienkinder reisten in den Orient

Der Duft exotischer Speisen erfüllte drei Tage lang das Jugendbüro in Ringen
Bauchtanz geübt

GRAFSCHAFT. Im Jugendbüro Ringen duftete es fantastisch nach Blätterteigtaschen mit Gemüsefüllung: Mädchen und Jungen kosteten Falafel und lernten, dass dieses Gericht aus mit Ei vermischten Kichererbsen in Fladenbrot besteht oder naschten Cevapcici. Drei Tage lang reisten sie in die arabische Welt und ließen sich von ihren "Fremdenführern" Christina Noack, Camilla Klinckmüller, Kai Nöthen und Ghezal Wahisi auf allerlei exotischen Ausflügen begleiten.
  Während die Mädchen in selbstgefertigten roten Bauchtanzgürteln einen Bauchtanz­Kurs mit Sabine Löltgen absolvierten, stellten sich die Jungen an zum kreativen Herstellen von "türkischem Papier", welches bald bunt marmoriert draußen zum Trocknen auf der Leine hing.
  Immer wieder einmal wagten die Jungs einen neugierigen Blick in den Tanzsaal und sahen, wie die Mädchen ihre Schultern und Hüften kreisen ließen, ihre Arme ausstreckten und die Hände im Takt der orientalischen Musik bewegten.


Orientalischer Bauchtanz für die Mädchen: Bei der Ferienaktion lernten die Kinder viel über den Orient. Foto: Vollrath
  Marvin Krupp strahlte: "Ich hatte besonders großen Spaß bei der Bemalung der Gewänder gegen Staub und Sonne, den Schabalas." Er hatte seines mit orangefarbener Sonne, grünem Kreis und lilafarbenem Dreieck verziert. Auch die anderen Jungs waren hier mit Eifer bei der Sache und setzten viel Gold und Silber bei der Gewandgestaltung ein. Aaron Karaschewitz war sich sicher: "Die Filme sind das Beste". Gemeinsam genossen die Kinder Ausflüge in die Kinowelt von "Aladin" und Fisch "Nemo".
   Denise Profittlich fand "Alles ist toll hier" und schaute sich mit den anderen interessiert Wasserpfeifen an, einen in ein Tuch eingeschlagenen Koran oder mit Glas bestickte Kissen. "Die hat meine Mutter mitgebracht", äußerte stolz Abi W ahisi und hatte zu berichten, dass in den Hotels Afghanistans Pfeile in Richtung Mekka zeigen.
  Kunterbunte Mosaikkartons stellten die kleinen Orientreisenden noch her, attraktive Sandsäulen mit gefärbtem Sand in Glas und exotische Laternen aus Weißblech mit Holzperlenschmuck. Aus Teelichthüllen fabrizierten sie Alu-Amulette, und hölzerne Beduinendolche prangten bald in strahlendem orange und gelb. Natürlich luden die Weltreisenden am dritten Reisetag ihre Eltern zu einer Abschlussparty ein, denn Bauchtanz und Akrobatik mussten doch vorgeführt und leckeres Baqlawa-Gebäck mit Honig und Mandeln gemeinsam verspeist werden. (sm)

Quelle: Rheinzeitung vom 25.04.2006


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