Diesen Korb bekommen auch Kinder gerne
Die AsF spendierte dem Verein "Wohnortnahe Erziehungshilfen"
in Ringen eine Basketball-Anlage
RINGEN. In der Kinder-Tagesgruppe in der Paradiesstraße in Ringen übergaben die SPD-Frauen der Kreisstadt und der Grafschaft jüngst eine Spende. Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) hatte davon erfahren, dass sich die hier betreuten Kinder sehnlichst eine Basketball-Anlage wünschten, um im großen Garten spannende Spiele austragen zu können. Die beiden Betreuer, Berthold Schrnickler und Edith Simons, hatten die Anlage im Boden verankert, so dass der sportlichen Betätigung nichts mehr im Wege steht. Die Firma Sport-Nett aus Ahrweiler beteiligt sich mit einer großzügigen Spende an diesem Projekt. Die AsF-Vorsitzende Petra Elsner hatte noch einen Fußball mitgebracht, so dass auch die Jagd nach dem runden Leder bei den Kindern nicht zu kurz kommt.

Berthold Schmickler (links) und Edith Simons (2. von links) freuten sich über die Basketball-Anlage von der AsF. Und Vorsitzende Petra Elsner schaffte den ersten Korb.
Foto: Vollrath/Gausmann

Die Frauen erkundigten sich nach dem Projekt "Wohnortnahe Erziehungshilfe" , welches der gleichnamige Verein unter Leitung von Karl Saal seit Juli unter anderem in Ringen anbietet. Seither kümmert sich der Verein hier um Kinder aus der Kreisstadt und der Grafschaft, die aus schwierigen familiären Verhältnissen kommen und sozial auffällig wurden. Die Betreuer sorgen für individuelle Betreuung der fünf Jungen und drei Mädchen. Nach der Schule holen sie die Kinder zum Mittagessen ab und hoffen, dass bald ein kleiner Bus angeschafft werden kann. Jedes Kind, dies ist dem Verein wichtig, hat seinen eigenen Arbeitsplatz, ein Stück "zu Hause" soll so Geborgenheit schaffen. Berthold Schrnickler und Edith Simons erübrigen viel Zeit dafür, den Kindern zu zeigen, wie man lernt; dass dabei manchmal die Bücher in die Ecken fliegen, wissen sie mit Humor zu nehmen.
  Erste Erfolge machen den Kindern bereits jetzt Freude in der Schule, die vorher zumeist absolut negativ besetzt war. Der ehemalige Hausaufgabenbereich in der ersten Etage wurde durch einen Umbau zum Wohnraum und kann jetzt zum gemütlichen Schmöckern oder Musikhören genutzt werden. Im "Tobezimmer" können die Kinder sich nach Herzenslust vergnügen und ihren Bewegungsdrang in vollen Zügen ausleben, Rutschen und Höhlen bauen oder kuscheln. Geschäftsführer Hans Peter Doll legt Wert darauf, dass die Betreuer nicht nur die sozialen Fähigkeiten der Kinder trainierenj auch emotional gibt es viel aufzuholen. Sicherheit soll in das Leben der Kinder einziehen, was sie psychisch stärker macht. Die Kinder jedenfalls kommen gern in ihr Zuhause auf Zeit. Sie erfahren hier oft zum ersten Mal, was Freundschaft .bedeutet, lernen aber auch Konflikte auszutragen, Regeln zu akzeptieren und Konsequenzen zu beachten. (sm)

Quelle: Rheinzeitung vom 26.04.2005
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