Müllkippe vor der Haustür
Unbekannte haben alte Reifen und Unrat im Innovationspark abgeladen - Anzeige erstattet
Wilder Müll im Innovationspark beschäftigt derzeit die Gemeinde Grafschaft. Jetzt fahndet die Spurensicherung nach den Abfallsündern.

Gegen den wilden Müll im Innovationspark macht jetzt die Gemeinde Grafschaft mobil.
Fotos: Horst Bach

GRAFSCHAFT. Eigentlich sollen sich Technologie-Unternehmen dort ansiedeln. Doch jetzt haben dreiste Abfall-Entsorger den Innovationspark Rheinland an der Autobahn 61 für sich entdeckt. Die unbekannten Übeltäter nutzten die Gelegenheit, um in der Carl-Bosch-Straße ihren Hausmüll abzuladen. Aufgeplatzte, blaue Plastiksäcke liegen dort auf einer Wiese neben dem Gehsteig. Der Unrat verteilt sich mittlerweile bis auf die Fahrbahn. Nebenan in der Conrad-Zuse-Straße stinkt es zwar nicht nach Restmüll, doch auch dort machten sich Umweltverschmutzer ans Werk: 14 Altreifen wurden in einer Parkbucht am Straßenrand abgeladen. Gegen die "Müllkippe vor der Haustür" macht die Gemeinde Grafschaft jetzt mobil. Sie fahndet über die Spurensicherung nach den illegalen Entsorgem. Mittlerweile wurde über die Ordnungsbehörde bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet. "Der Müll soll fachgerecht entsorgt werden. Die Mitarbeiter des Bauhofes sind bereits informiert", erklärte Edgar Schwanz vom Sozial- und Ordnungsamt der Gemeinde. "Übersteigt die Beseitigung aber deren Möglichkeiten, so wird der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Ahrweiler mit der Beseitigung beauftragt. "Die Kosten, die durch das Einsammeln der Abfälle entstanden sind, seien von Jahr zu Jahr für die Gemeinde Grafschaft nicht gerade geringer geworden. "Es ist jedoch nicht so einfach, jemanden auf frischer Tat zu ertappen. Im Ordnungsamt sind zwei Außendienstmitarbeiter auch damit betraut, Kontrollgänge durchzuführen, um den Mülltourismus einzudämmen und die Übeltäter zu identifizieren. Unregelmäßig und zu den unterschiedlichsten Uhrzeiten drehen die beiden dabei auch im Innovationspark ihre Runden", so Schwanz. (hb)
Quelle: Rheinzeitung vom 28.05.2005
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