Bald freie Fahrt durch Bölingen

Nach einjähriger Bauzeit ist Straße fertig - Offiziell gilt noch Umleitung

BÖLlNGEN. Es ist vollbracht: Die Ortsdurchfahrt Bölingen ist nach knapp einem Jahr Bauzeit fertiggestellt. "Auf diesen Tag haben wir lange gewartet. Trotz aller Probleme mit dem Baustopp im Winter konnten die Arbeiten dann doch sehr zügig durchgeführt werden. Mein Dank gilt allen Beteiligten", meinte der Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem bei der Einweihung am Samstagabend, zumal die Straßenbauarbeiten Anwohner, Pendler und Betriebe in Bölingen, Ringen und Vettelhoven gut zwölf Monate lang Nerven und Umsatzeinbußen kosteten.


Noch steht das Umleitungsschild, aber die ersten Autofahrer kamen schon durch.
Foto: Vollrath

  Der lange Atem habe sich aber dann auch gelohnt, befand Ortsvorsteher Toni PaIm. Beim Dämmerschoppen zur Straßeneinweihung, der vom Junggesellenverein St. Hubertus Bölingen am Hof Busch veranstaltet wurde, herrschte reger Andrang. Bevor Ortsvorsteher Palm die Straße im Stil einer Bootstaufe mit reichlich Sekt bedachte, segnete Pfarrerin Virag Magyar gemeinsam mit Pfarrer Robert Görres die Straße feierlich ein. Anschließend schritt Werner Neuburg mit der Schere zur Tat. "Allzeit gute Fahrt", mit diesen Worten gab der 82­jährige Bölinger die Landesstraße frei und zerschnitt das Absperrband.
Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Bölingen war ein Millionenprojekt: Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,1 Millionen Euro. Während das Land den Löwenanteil trägt und mit rund 590000 Euro beziffert, beteiligte sich die Gemeinde mit gut 500 000 Euro am Bau. Im Zuge der Ausbauarbeiten wurde dabei nicht nur die Fahrbahn auf einer Länge von 650 Metern vollständig erneuert, sondern auch die Gehwege wurden komplett neu angelegt und Versorgungsleitungen verlegt. Dafür investierten das Abwasserwerk Grafschaft 690 000 Euro und das Wasserwerk Grafschaft 300 000 Euro.
  Ganz offiziell konnte die Landesstraße am Wochenende für den Durchgangsverkehr noch nicht genutzt werden. "Am heutigen Montag werden unsere Mitarbeiter die Schilder und die Absperrungen entfernen und die Baufirmen noch kleinere Restarbeiten im Ortseingangsbereich durchführen, bevor auch die Umleitung zügig in den Rückbau geht", erklärte Peter Holbach, Leiter der Master-Straßenmeisterei Sinzig. (hb)

Quelle: Rheinzeitung vom 28.06.2010


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