Freie Fahrt nach Koblenz

Die Grafschaft hat einen zweiten Anschluss an die A 61 - Kosten von fünf Millionen Euro
Das Tingeln über die Dörfer ist vorbei, und die Zeiten, an denen die Anschlussstelle an der A 61, Grafschaft-Ringen, nur einseitig in Richtung Köln zu befahren war, sind vorbei.



An der Unterführung ist die neue Autobahnanbindung für den Verkehr freigegeben worden. Foto: Vollrath

GRAFSCHAFT. Nach fast zwei Jahren Bauzeit hat der rhein­land-pfälzische Verkehrsminister Hendrik Hering am Samstagmorgen die A 61-Anschlussstelle . Grafschaft-Ringen offiziell für den Verkehr freigegeben. Nach Abschluss der Bauarbeiten ist damit auch der Grafschafter Innovationspark in und aus allen Richtungen der A 61 und A 573 angebunden. Dazu waren eine Unterführung der A 61 und gewaltige Erdbewegungen nötig: 60000 Kubikmeter Erde mussten für die Rampe zur A 61 aufgeschüttet werden.
  "Dies ist ein wichtiger Tag für die ganze Region", betonte Hering bei der Verkehrsfreigabe. "Mit solchen Investitionen werden unmittelbar hier im Raum vorhandene Arbeitsplätze gesichert und die Voraussetzungen für neue Beschäftigung geschaffen" , sagte er. Rund fünf Millionen Euro hatte der Bund für die Komplettierung des Anschlusses bereitgestellt. "Insgesamt wurden damit von Bund und Land gemeinsam rund zwölf Millionen Euro für die Anbindung der Landesstraße 79 mit dem Innovationspark Rheinland an die A 61 und A 573 investiert", so Hering.



Ein kleiner Schnitt für die Prominenz, ein großer Schritt für die Bürger der Grafschaft (von links): Dieter Enders (ADAC Mittelrhein), Bürgermeister Achim Juchem mit Carolin, Stefan Krause, Jürgen Pföhler, Hendrik Hering mit Sophie, Petra Elsner und Walter Wirz. Foto: Vollrath

  Mobilität und Logistik seien in der globalisierten Wettbewerbslandschaft die Schlüsselfaktoren. "Verkehrspolitik ist daher immer auch ein Stück Wirtschaftspolitik", sagte Hering und verwies darauf, dass im Innovationspark Rheinland bis zu 3000 Arbeitsplätze entstehen sollen. Der Anschluss der L 79 an die A61 und A573 bietet ihm zufolge zwei Chancen: Der Innovationspark Rheinland mit einem prognostizierten Verkehrsaufkommen von 12 000 Fahrzeugen pro Tag hat eine direkte Verkehrsanbindung erhalten, und gleichzeitig wurden die Orte Beller, Ringen und Lantershofen entlastet. "Mit der Freigabe der Anschlussstelle in Richtung Koblenz erfährt der Innovationspark einen weiteren Standortvorteil. Die Direktanbindung schafft nicht nur Standortvorteile, sondern vermeidet auch Umwege und damit weitere Verkehrsbelastungen in den umliegenden Kommunen", hob Landrat Jürgen Pföhler auf die Bedeutung des neuen Strangs im Verkehrswegenetz ab. (hb)

Quelle: Rheinzeitung vom 28.09.2009


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