Einkaufszentrum soll gerettet werden

Insolvenz Grafschaft bangt um Nahversorgung

Grafschaft. Für das Grafschafter Einkaufszentrum in Ringen ist seit Mittwoch das Insolvenzverfahren eröffnet. Nach Auskunft des vorläufigen Insolvenzverwalters, Rechtsanwalt Andreas Schmitz aus Köln, soll alles versucht werden, um diese Nahversorgung in Ringen zu halten.


Für das Grafschafter Einkaufszentrum läuft das Insolvenzverfahren. Für den Lebensmittelmarkt soll ein neuer Investor gefunden werden. Foto: Vollrath
Das Einkaufszentrum bleibt weiterhin geöffnet, neue Ware beim Zentralregulierer Edeka ist bestellt, Gespräche mit interessierten Investoren laufen. Es sei außerdem alles Notwenige in die Wege geleitet, um den 14 Mitarbeitern ihre Löhne rechtzeitig auszahlen zu können, so Schmitz. "Schließlich ist das einzige Einkaufszentrum in der Gemeinde Grafschaft mit ihren rund 11 000 Einwohnern nicht unwichtig. Dieser Verantwortung werde ich mich stellen", versicherte Schmitz gegenüber der Rhein-Zeitung und räumte dem Markt gute Überlebenschancen ein. Zu den Gründen der drohenden Insolvenz konnte Schmitz noch wenig sagen. Offenbar hat auch eine Dauerbaustelle mit zu Umsatzeinbrüchen beigetragen. Der Ausbau der Ortsdurchfahrt von Bölingen von Juli 2009 bis Juni 2010 und die damit verbundenen Umleitungen, zeitweise über die Autobahn, seien sicherlich ungünstig gewesen, meint der Ringener Ortsvorsteher Toni Palm, doch wer das wollte, habe den Markt erreichen können. Er hofft, dass der einzige Markt in der Grafschaft erhalten bleibt. Trotz der Konkurrenzdichte in der Nachbarschaft. Ob Meckenheim, Wachtberg oder Bad Neuenahr­Ahrweiler - motorisierte Grafschafter haben die Wahl. Und Pendler planen Besorgungen auch gern mal auf dem Weg zur Arbeit ein. Das Nachsehen haben nach Ansicht des Ortsvorstehers die älteren Bürger. Für Peter Christmann, mit einem Buchladen Untermieter im Einkaufszentrum, ist der Erhalt des Marktes eine Überlebensfrage: "Sonst kann ich dicht machen." Weitere Flächen sind vermietet an eine Lottoannahme- und eine Poststelle. Nach Christmanns Einschätzung wird das Einkaufszentrum gut angenommen. Beate Au

Quelle: Rheinzeitung vom 30.07.2011


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